| 21:53 Uhr

Kinder haben gut lachen
Toben und sich auspowern waren total angesagt

Viel Zulauf hatte auch das Dosenwerfen am Stand der Lebenshilfe.
Viel Zulauf hatte auch das Dosenwerfen am Stand der Lebenshilfe. FOTO: Iris Maria Maurer
Dudweiler. Das Kinderfest in Dudweiler bot den kleinen Gästen viel Abwechslung. Die kostenfreien Angebote kamen sehr gut an.

„Du musst springen“, ruft ein Junge mit einem Roller einem anderen zu, der das Hindernis mit seinen Inline-Skatern überfahren möchte. Ein paar Meter weiter gilt es, wie beim Limbo den Kopf einzuziehen und unter einer Stange durchzufahren. Woanders gibt ein Papa seiner behelmten Tochter Nachhilfe im Radfahren. Währenddessen brettert ein Junge mit seinem Mountainbike über ein weiteres Hindernis.


Toben und auspowern waren am vorigen Samstag beim Kinderfest im Anger angesagt. Auf der Wiese animierte die Tanzschule Bootz-Ohlmann zum Mittanzen, die katholische Gemeinde St. Marien hatte zum Torwandschießen eingeladen, und die Christliche Gemeinde Scheidt erfüllte Wünsche beim Kinderschminken.

Etwas ruhiger, dafür aber umso kreativer, ging es beim Stand der Kita Pfaffenkopf zu. Dort konnte man sich Ketten selbst basteln, was vor allem bei den Mädchen gut ankam. „Ich mach noch eine für Mama“, sagte Sophia und steckte sich ihre eigene an die Haare. „Die Kleinen können die auch als Halskette nehmen“, sagte hingegen Lucy. An die Ketten hatten sie vorher Perlen, Federn oder kleine Herzen aufgereiht. Sehr angetan von der Organisation zeigte sich die Kita-Leiterin Gertrud Quint: „Es läuft sehr gut ohne viel Aufwand.“



Dass alles so reibungslos lief, dafür waren die Haupt-Organisatoren zuständig. Neben dem Referat Kids (Kinder in der Stadt der Landeshauptstadt Saarbrücken) waren dies das Kinder- und Elternzentrum (Kiez) und das Sozialraumbüro mit der Partnerschaftlichen Erziehungshilfe. „Trotz der vielen parallel stattfindenden Feste haben wir noch genügend Akteure gefunden, die es gut und gerne machen“, lobte Sandra Lamb vom Kiez. Norbert Küntzer vom Kulturamt, zu dem auch das Referat Kids gehört, fügte hinzu, dass das Fest vor einigen Jahren als „Action im Anger“ startete und man damit vor allem im Stadtbezirk Dudweiler etwas anbieten und anstoßen wollte.

Wichtig war auch, die Angebote möglichst umsonst zu halten. „Sonst ist es wieder eine Geldsache“, so Sabine Krantz-Haupert vom Sozialraumbüro. Sie verwies darauf, dass örtliche Gewerbetreibende extra einen Eiswagen sponserten. Glück, so waren sich alle drei einig, hatte man zudem mit dem Wetter. Dank strahlenden Sonnenscheins und angenehmen Temperaturen seien zahlreiche Besucher gekommen, und man habe tatsächlich alles draußen umsetzen können. Hätte es geregnet, wäre man ins Bürgerhaus umgezogen.

Doch das war ja nicht nötig. So erlebten die großen und kleinen Besucher auch Zauberer Robin an der frischen Luft. Der junge Magier verzauberte die Kleinen mit seinen spaßigen Vorführungen. Ein unsichtbares Marmeladenbrötchen wurde da plötzlich zu einem Ei, sodass er die kleine Marie, die er für den Trick auf die Bühne geholt hatte, fragte: „Kannschd du zaubern?“ Den kleinen Nicolai ließ er aus einem Säckchen bunte und nicht aufgeblasene Luftballons ziehen. Dabei führte Nicolai die Maßgabe, keine pinkfarbenen Ballons zu ziehen, ad absurdum – plötzlich waren alle Ballons pink.

(bo)