Dreiradfahren in der Baustelle

In zwei Bauabschnitten wird die Kindertagesstätte Dudweiler-Nord umgebaut. 1 050 000 Euro werden investiert. Zunächst wird aus der Turnhalle ein kleines Bistro. Ein Aufzug soll später für Barrierefreiheit sogen.

"Unsere ursprüngliche Einrichtung ist für die Ganztagsbetreuung nicht mehr zeitgemäß. Deshalb müssen wir einiges an unserer Kita verändern lassen." Das sagt Eva Szalontai, Geschäftsbereichsleiterin des sozialpädagogischen Netzwerkes des AWO Landesverbandes zum Kinderhaus in Dudweiler-Nord, das momentan in Umbaumaßnahmen steckt.

"Die Nachfrage der Ganztagsbetreuung steigt weiterhin immens und wir müssen uns danach richten. Die Arbeiten sind in zwei Bauabschnitte unterteilt", erklärt derweil Ursula Spaniol, Leiterin der Kindertagesstätte. Im ersten Bauabschnitt werde aus der alten Turnhalle ein kleines Bistro, in dem die Kinder ungestört essen können. "Bisher essen die Kinder in ihren Gruppenräumen. Außerdem entstehen ein neuer Schlafraum und Räumlichkeiten für eine zusätzliche Krippengruppe. Insgesamt gibt es nach dem Umbau somit für 20 weitere Krippenkinder einen Platz. Der zweite Abschnitt beinhaltet den Ausbau der ersten Etage. Hier kommt nun die Turnhalle hin und außerdem behindertengerechte Sanitäranlagen", so Spaniol weiter.

Die Kosten belaufen sich auf 1 050 000 Euro, die über das Bundesprogramm zur Schaffung von Kita-Plätzen, Landesmittel, Förderung durch den Regionalverband, die Landeshauptstadt Saarbrücken und einen Eigenanteil des AWO Landesverbandes Saar finanziert werden. Mit dem Geld wird auch ein Aufzug eingebaut, der die Barrierefreiheit gewährleistet.

Für die derzeit 69 Kinder bedeutet der Umbau, der sich über zwei Jahre strecken soll, ein wenig Kompromissbereitschaft. "Wir sind ständig am Umräumen, damit es die Kinder möglichst schön haben während der Baustelle. Das Musikzimmer wurde für die nächste Zeit zur Turnhalle umfunktioniert, und trotz Baustelle erlauben wir den Kindern das Dreiradfahren im Flur, denn wir wollen sie in ihrem Bewegungsdrang nicht einschränken", so Spaniol.

Und über die hilfsbereiten und nachsichtigen Nachbarn freut sich die ganze Kita. Diese stellen Parkplätze zur Verfügung und bieten den Kindergartengruppen an, ihren Garten zu besichtigen. Beschwerden über Lärm oder Baugerüste auf der Grundstücksgrenze gab es noch keine.