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Die Polizei sucht per Haftbefehl den Mordverdächtigen von Saarbrücken-Dudweiler

Kostenpflichtiger Inhalt: Die Polizei jagt Markus Z. aus Friedrichsthal : Mordverdächtiger von Dudweiler sorgt für Aufregung in Quierschied

Der 46 Jahre alte Markus Z. wird per Haftbefehl gesucht. Er soll seine Ex-Freundin Dietlind G. am Mittwoch in Dudweiler vor ihrem Haus erstochen haben. Bei einem Einsatz am Mittwochabend dachten Internet-Nutzer, dass die Polizei den flüchtigen Friedrichsthaler in der Dunkelheit in Quierschied jagt.

Der Mord an der 48 Jahre alten Dietlind G. am Dienstag in Dudweiler hält die Bevölkerung in Atem. Der mutmaßliche Täter Markus Z. aus Friedrichsthal ist auf der Flucht. Der 46 Jahre alte Ex-Freund des Opfers wird per Haftbefehl gesucht. Am Mittwochabend machte in sozialen Netzwerken die Information die Runde, dass „bestimmt sechs bis sieben“ Polizei-Autos in Quierschied unterwegs seien. Erst in der Mühlenbergstraße. Dann in der Straße In der Humes. Schnell kam in Facebook die Vermutung auf, dass die Polizei in der Dunkelheit den flüchtigen Mörder jagt.

Auf SZ-Nachfrage erklärte die Polizei noch am Abend, dass der Einsatz in Quierschied nicht im Zusammenhang mit der Suche nach dem Mörder steht. Sie war aufgrund einer unklaren Lage mit mehreren Streifenwagen in Quierschied. Es soll Streit in einer Gruppe von fünf bis sechs jüngeren Personen gegeben haben. Nach SZ-Informationen soll eine Schreckschuss-Pistole eine Rolle gespielt haben. Die Hintergründe des Falls sind offen. Die Beteiligten waren bis gestern noch nicht vernommen.

Im Mordfall Dietlind G., die aus Belgien kommen soll, fahnden die Ermittler weiter nach dem Täter. Nach SZ-Informationen hat der 46-Jährige am Abend vor dem Mord in einem sozialen Netzwerk ein Lied gepostet. Darin kommen Sätze wie „Ich will nicht mehr ich sein“ oder „Bitte zieh nichts Schwarzes an, wenn du bei seiner Totenwache bist. Geh dort nicht hin um zu trauern, sondern um zu feiern“. Eine Woche vor dem Mord hat Markus Z. in einem Post in dem sozialen Netzwerk Dietlind G. erwähnt, ihr indirekt einen Vorwurf gemacht und ein Datum genannt. Offenbar die Dauer ihrer Beziehung. Auf SZ-Anfrage, ob der gesuchte 46-Jährige wegen psychischer Probleme oder Selbstmord-Gedanken auffällig war, erklärte die Polizei, die Person sei bisher nicht in Erscheinung getreten. Seiner Ex-Freundin soll er nach der Trennung nachgestellt haben. Eine Anzeige wegen Stalking lag gegen den Tatverdächtigen nicht vor.

Dietlind G. wurde am Dienstag auf dem Bürgersteig vor ihrem Haus mit einem Messer erstochen. Die Obduktion am Mittwoch ergab als Todesursache Verbluten. Zur Tatwaffe sagen die Ermittler nichts Genaueres. Der Täter hat sie vermutlich noch bei sich. Aufgrund von Zeugen-Aussagen hatte ein Großaufgebot der Polizei unmittelbar nach dem Mord den Wald in der Nähe des Tatorts in der Lortzingstraße in Dudweiler durchsucht. Spezialeinheiten hatten zudem am Tattag sowie am Mittwoch Anwesen unter anderem im Friedrichsthaler Stadtgebiet durchsucht, die als Anlaufstelle von Markus Z. gelten. Von ihm und von seinem Auto fehlt weiterhin jede Spur. Unter den beiden Einträgen in dem sozialen Netzwerk lassen Menschen ihrer Wut über den mutmaßlichen Täter mittlerweile freien Lauf.