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Die HSG baut darauf, dass sie Glück haben wird

Die HSG baut darauf, dass sie Glück haben wird

Die HSG Dudweiler-Fischbach hat ihr letztes Spiel verloren und beendet die Saison als Vorletzter. Mit Schlusslicht HCS Saarbrücken und dem TV Kirkel, der sich zurückzieht, stehen zwei Absteiger fest. Sollte aus der Oberliga ein Saar-Club absteigen, müsste auch die HSG runter in die Verbandsliga.

Handball-Saarlandligist HSG Dudweiler-Fischbach hat am Samstag am letzten Spieltag der Saison ihr Heimspiel im Sportzentrum Dudweiler gegen die HG Saarlouis II mit 30:34 (16:17) verloren. Obwohl sie die Spielzeit als Tabellenvorletzter beendet, kann sie sich Hoffnungen auf den Klassenverbleib machen. Sollte aus der Oberliga keine saarländische Mannschaft absteigen - die HSG Völklingen braucht aus den letzten drei Spielen einen Punkt, der HSV Merzig-Hilbringen zwei Zähler für den Klassenverbleib -, bliebe es in der Saarlandliga bei zwei Absteigern. Neben Tabellenschlusslicht HCS Saarbrücken steht der TV Kirkel , der Drittletzter ist, als zweiter Absteiger fest. Er zieht sich freiwillig in die Verbandsliga zurück.

"Ich denke, dass wir Glück haben werden. In der Oberliga sieht es gut aus", sagt Michael Keller. Der Vorsitzende der HSG Dudweiler-Fischbach erklärt: "Wir hatten im Spiel gegen Saarlouis die Chance, die Klasse sportlich zu halten. Wir sind enttäuscht, dass uns das nicht gelungen ist." Trotz der Niederlage sah er eines der besten Saisonspiele seiner Mannschaft: "Wir konnten die Partie 55 Minuten lang offen halten - auch wenn die Saarlouiser mit Spielern aus ihrer ersten Mannschaft aufgelaufen sind." Die HSG habe beim Stand von 30:32 alles riskiert und mit offener Deckung gespielt. "Leider haben aber die Saarlouiser getroffen - und die Partie war entschieden. Sie haben ihre körperlichen Vorteile voll genutzt", sagt Keller.

Als Gründe für die schwache Saison der HSG Dudweiler-Fischbach nennt Keller Verletzungspech, da die Mannschaft mit Sven Berghaus (Kreuzbandriss) und Kai Nonnweiler (Kapselriss) lange auf zwei Leistungsträger verzichten musste: "Wir haben nicht die Ersatzbank, um solche Ausfälle zu kompensieren. Dadurch sind teilweise Spiele gegen uns gelaufen, wie wir es nie vermutet hätten. Viele unserer Spieler haben es aber auch einfach nicht geschafft ihr Potenzial abzurufen." Zudem habe die Mannschaft zu lange gebraucht, um sich an die Philosophie von Trainer Miodrag Jelicic zu gewöhnen, der vor der Saison gekommen war. Der Trainer steht für Keller nicht zur Diskussion: "Vielleicht war der Umbruch für einige etwas zu hart. Ich bin aber überzeugt von der Arbeit unseres Trainers. Deshalb haben wir im Januar seinen Vertrag verlängert. Ich habe ein Bombenverhältnis zu ihm. Wir wollen die kommende Saison gemeinsam angehen."

Mit Andreas Nonnweiler steht der erste Neuzugang fest. Der Rückraumspieler kommt von der HSG Völklingen und bringt Oberliga-Erfahrung mit. Keller sagt: "Das ist eine sehr wichtige Personalie. Andreas ist eine absolute Granate für uns."