Die Freiwillige Feuerwehr Dudweiler bekommt einen neuen Drehleiterwagen

Aus für Uralt-Wagen : Dudweiler Feuerwehr bekommt zwei (fast) neue Fahrzeuge

Es war eine beunruhigende Liste, die Löschbezirksführer Torsten Ludwig mitgebracht hatte. Zu allem Überfluss war sie auch noch sehr lang: Beim Sachstandsbericht der Freiwilligen Feuerwehr Dudweiler vor dem Bezirksrat schilderte der 39-jährige Oberbrandmeister vergangene Woche minutenlang, woran es im Löschbezirk 18 fehlt.

Der setzt sich zusammen aus Dudweiler-Mitte, Herrensohr und Jägersfreude. Demnach gibt es in allen drei Feuerwehrgerätehäusern Sanierungsbedarf.

Es gab aber auch gute Nachrichten. So stellte Stefan König, der stellvertretende Amtsleiter der Berufsfeuerwehr Saarbrücken, einen neuen Drehleiterwagen für den Stadtteil in Aussicht. Jedenfalls fast: Der neue Wagen, der Ende Februar oder Anfang März geliefert wird und 750 000 Euro kostet, geht streng genommen an die Feuerwache 2 der Berufsfeuerwehr der Stadt Saarbrücken. Die Freiwillige Feuerwehr in Dudweiler bekommt dafür den ältesten Drehleiterwagen aus Saarbrücken, Baujahr 2002. Damit ist er allerdings immer noch deutlich jünger als der jetzige Wagen dort: Angeschafft wurde das Hubrettungsfahrzeug des Modells DLK 23-12 vor 23 Jahren. 91-mal ist er in dieser Zeit ausgerückt, 433 Stunden war er im Einsatz.

Inzwischen ist er nicht mehr im besten Zustand. In Zukunft dürfe die Stadt es soweit nicht mehr kommen lassen, sagte König. „Geplant ist, alle drei Jahre einen neuen Drehleiterwagen zu beschaffen. Nicht mehr alle 23.“

 Insgesamt besitzt die Stadt Saarbrücken drei Drehleiterwagen – je einen in Feuerwache 1 und 2 und einen in Dudweiler. Nach dem bisherigen Verfahren sollte Dudweiler also spätestens in sechs Jahren den Wagen bekommen, der ab Frühling erst einmal in Saarbrücken im Einsatz ist.

Ein weiteres Sorgenkind in Dudweiler-Mitte ist das Löschgruppenfahrzeug der Modellnummer LF 24 TH, dem Ludwig einen „schlechten Allgemeinzustand“ bescheinigt. Für den 30-jährigen Wagen kommt Ersatz im September. Der Drehleiterwagen aus Dudweiler geht übrigens nicht in den Ruhestand: Laut König wird er stattdessen für 100 000 Euro generalüberholt und steht dann als Reserve zur Verfügung.

Der Zustand der Feuerwehr-Ausrüstung sorgt immer wieder für Kritik – auch nach dem Großbrand Ende 2017 in der Saaruferstraße, wo ein Drehleiterwagen versagte. Damals starben vier Menschen. Allerdings stellten spätere Untersuchungen fest, dass die Todesfälle auch mit einem funktionierenden Fahrzeug nicht zu verhindern gewesen wären.