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Derby in der Saarlandliga
„Wenn der TuS Gas gibt, ist er kaum zu halten“

Tim Greulach fehlt dem TuS Herrensohr bis zur Winterpause.
Tim Greulach fehlt dem TuS Herrensohr bis zur Winterpause. FOTO: Ruppenthal
Herrensohr/Quierschied. Das Derby in der Fußball-Saarlandliga zwischen Herrensohr und Quierschied verspricht ein Tor-Festival. Zuletzt endete es 3:3 und 4:2. Von Lucas Jost

Die Spvgg. Quierschied wird im Derby in der Fußball Saarlandliga an diesem Sonntag um 15.30 Uhr beim Meister TuS Herrensohr antreten. Verteidiger Johannes Britz, der in der laufenden Runde noch kein Pflichtspiel für die Quierschieder absolviert hat, wird für längere Zeit ausfallen. „Er wurde am Dienstag an der Leiste operiert. Das heißt, dass er noch mal drei Monate ausfällt. Er wird hoffentlich zur Wintervorbereitung wieder einsteigen“, erklärt Pascal Bauer, Trainer des Tabellen-Elften. Im Vergleich zum 1:1 am vergangenen Spieltag zuhause gegen Aufsteiger FV Schwalbach fällt mit Mike Brückerhoff wohl ein weiterer Akteur aus. „Es wird langsam ein bisschen enger“, sagt Bauer. Johannes Reichrath rutscht dafür wahrscheinlich wieder in den Kader.


Auch die Gastgeber, die Tabellenzweiter sind, müssen einen langfristigen Ausfall auffangen. Offensivakteur Tim Greulach wurde ebenfalls Anfang der Woche operiert. Ihn setzte eine Adduktorenverletzung seit einiger Zeit außer Gefecht.

„Er wird vor dem Winter nicht mehr zum Einsatz kommen“, berichtet Trainer Bernd Eichmann. Kay Rohrbacher, Jannick Kurz und Marc Hümbert seien angeschlagen. Eichmann sagt: „Ich muss erst mal das Abschlusstraining abwarten, wie es mit den Rückmeldungen der Spieler aussieht.“



Was von der Tabellenkonstellation kein Spitzenspiel ist, sieht im „Power-Ranking“, das die Leistungskurve der Mannschaften widerspiegelt, anders aus. Dort steht die Spvgg. Quierschied auf dem geteilten zweiten Platz, der TuS Herrensohr ist Fünfter. Beide gewannen drei ihrer letzten fünf Spiele und holten elf Punkte. Bauer sagt: „Die Konstanz fehlt uns noch ein wenig. Das hat man im Spiel gegen Schwalbach gesehen. Aber wenn wir einigermaßen komplett stehen, können wir gegen jeden Gegner was holen.“

Nach drei Niederlagen zum Saisonstart hat sich die Spvgg. Quierschied gefangen. Bauer sagt aber: „Für mich ist Herrensohr von der Qualität eine der besten, wenn nicht sogar die beste Mannschaft. Wenn der TuS Gas gibt, ist er kaum zu halten.“ Eichmann entgegnet gelassen: „Wir müssen schauen, dass wir ein vernünftiges Heimspiel hinbekommen.“ Die Historie der Aufeinandertreffen der Mannschaften verspricht ein Tor-Spektakel. In den vergangenen acht Duellen fielen 31 Tore. Letzte Saison trennten sich Herrensohr und Quierschied 3:3 im Hinspiel. Das Rückspiel gewann der TuS bei der Spvgg. mit 4:2. Geht es nach Bauer, darf es gern etwas unspektakulärer zugehen. „Wir freuen uns auf das Derby, das ist immer einer der Höhepunkte der Saison. Aber mir ist ein 1:0 immer lieber als ein 6:5“, sagt er und lacht.