| 20:27 Uhr

Ralf-Peter Fritz moderiert
Der Wunsch nach Gemeinsamkeit zum Wohl aller

Ralf-Peter Fritz (3.v.li.) und Rainer Schwarz (6.v.li.) empfangen die Gäste im Bürgerhaus.
Ralf-Peter Fritz (3.v.li.) und Rainer Schwarz (6.v.li.) empfangen die Gäste im Bürgerhaus. FOTO: Thomas Seeber
Dudweiler. Gute Laune und Aufbruchstimmung prägen Neujahrsempfang im Bürgerhaus. Schweigeminute für verstorbenen Paul Borgard. Von Stefan Bohlander

„Wir haben schon viel bewegen können, aber es wartet auch noch einiges auf uns“ – so bilanzierte Ralf-Peter Fritz das zurückliegende Jahr beim Neujahrsempfang in Dudweiler. Der Vorsitzende des mitveranstaltenden Verkehrsvereins moderierte die Veranstaltung am vergangenen Mittwochabend im sehr gut gefüllten Bürgerhaus. Als guter Conférencier bat er darum, statt die Autos wild zu parken, doch bitte das ausreichend dimensionierte Parkhaus zu nutzen, begrüßte alle Ehrengäste einzeln und bat auch um eine Schweigeminute für den einen Tag zuvor verstorbenen Paul Borgard – der ehemalige Präsident des 1. FC Saarbrücken war Dudweiler Bürger.


Als Hausherr und im Namen der Verwaltung hob Bezirksbürgermeister Reiner Schwarz hervor, dass das zahlreiche Erscheinen das Interesse für die Entwicklung des Stadtbezirkes bekunde. Man müsse gemeinsam handeln, um Dudweiler weiter nach vorne zu bringen. „Nur so haben wir eine Chance, den Stadtbezirk zu erhalten und zu gestalten“, so Schwarz. Viel erhoffe man sich von der Ansiedlung des Helmholtz-Zentrums an der Universität, an dem mittelfristig bis zu 500 internationale Wissenschaftler tätig sein sollen. Das werde sich sicherlich positiv auf den Wohnungsmarkt vor allem in Dudweiler und Scheidt auswirken.

Die Unterstützung der Landeshauptstadt beim angedachten Neubau von Wohnungen am Anger sei ein erster Schritt in die richtige Richtung. Gleichzeitig solle man Verkehrsentwicklung und Infrastruktur vor Ort stärken. In diesem Zusammenhang sprach er sich für die Nutzung des ehemaligen Gymnasium-Gebäudes als weiterführende Schule aus. „Wir wollen dafür sorgen, dass Dudweiler ein starkes Stück Saarbrücken bleibt“, so der Bezirksbürgermeister.

„Wir alle sind diese Stadt“, bekräftigte Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz. Dudweiler habe eine „ganz gute“ Entwicklung gemacht, wie sie bei der Stadtteilbegehung im Sommer habe feststellen können. Den Bürgern merke man an: „Sie identifizieren sich sehr stark mit dem Stadtbezirk“. Weiter plädierte sie dafür, nicht nur die großen Einkaufszentren zu nutzen und sprach sich dafür aus, die recht gute Infrastruktur vor Ort zu erhalten. Sie bekräftigte ihre Forderung nach mehr Polizeibeamten, was insbesondere in den Abendstunden nötig sei.

Regionalverbandsdirektor Peter Gillo zog seinen Besuch in Dudweiler dem zeitgleich stattfindenden Neujahrsempfang der Ministerpräsidentin in der Saarlandhalle vor: „Das würden den Saal nicht voller machen“, scherzte er darüber. Gillo lobte die Dudweilerer, die sich aktiv in das Ortsleben einbringen würden: „Sie können stolz sein auf die Leute, die im Ort etwas tun für Kinder, Jugendliche oder die Gesundheit – das ist nicht überall so“. Gleichwohl gebe es auch hier großen Bedarf an sozialer Unterstützung. Unter anderem deswegen möchte sich der Regionalverband an der angedachten Gemeinwesenarbeit beteiligen.



Mit lockeren Gesprächen, musikalischen Beiträgen von Sängerin Susan Ebrahimi und einem Büfett klang der Abend aus.