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Der Segelflieger liebt die Stille

Mit den Fluglehrern des ASC geht es hoch hinaus. Foto: Matthias Pohl
Mit den Fluglehrern des ASC geht es hoch hinaus. Foto: Matthias Pohl FOTO: Matthias Pohl
Dudweiler. Wer Mitglied der Flugsportabteilung des ASC Dudweiler ist, kann schon im Alter von 14 Jahren erste Fliegererfahrungen sammeln. „Die Arbeit mit Jugendlichen ist einfach toll“, sagt Fluglehrer Matthias Pohl. Christina Rink

Flieger grüß' mir die Sonne - dieser Spruch passt wohl ziemlich genau zu den Aktivitäten der Flugsportabteilung des ASC Dudweiler . Gabriele Ungers ist seit einem halben Jahr die Präsidentin des Allgemeinen Sport Clubs und ist, wie sie selbst sagt, das Bindeglied zwischen den einzelnen Abteilungen. "Wir bieten außer Flugsport auch noch andere Sportarten an", erklärt Ungers. "Zum Beispiel Badminton, Tennis, Boxen, Ringen und Fußball." Das ganze Jahr über gebe es unterschiedliche vereinsinterne, aber auch öffentliche Veranstaltungen, die gerade für Flugbegeisterte sehr interessant sind", fasst die Vereinsvorsitzende zusammen.

Matthias Pohl ist Vorsitzender der Flugsportabteilung und zugleich auch Fluglehrer. Er nennt unserer Zeitung als Beispiel die Jugendveranstaltung, die am letzten Ferienwochenende stattgefunden hat: "Hier lernen die Flugschüler beispielsweise, Figuren sauber und auch sicher zu fliegen. Sie können sich unter anderem mit den Leistungen der anderen messen und für den Leistungsflug üben", so der 30-Jährige. Momentan begeistern sich beim ASC 50 Mitglieder für diesen besonderen Sport, wobei 25 Personen ihn aktiv ausüben. Wer Mitglied ist, kann ab 14 Jahren mit dem Segelfliegen beginnen. "Das Segelfliegen ist für Mädchen und Jungen beziehungsweise Frauen und Männer gleichermaßen interessant", sagt der Vorsitzende. "Man braucht eigentlich nur eine normale körperliche Fitness und darf nicht mehr als 100 Kilo wiegen. Ein technisches Verständnis ist von Vorteil, aber kein Muss", berichtet Pohl.

Wer den Segelflugschein machen möchte, müsse etwa mit 3000 Euro rechnen. "Hier sind allerdings sämtliche Leistungen schon mit drin", fasst der leidenschaftliche Fluglehrer zusammen. "Zum Beispiel der Mitgliedsbeitrag oder auch die zwei- bis dreijährige Ausbildung." Außer der guten Infrastruktur auf dem Flugplatz in Marpingen, bekommt man auch noch technisches Verständnis im Theorieunterricht vermittelt, der meistens im Winter stattfindet. Im Sommer bekommt man dann vom ausgebildeten Personal in der Praxis gezeigt, wie man ein Segelflugzeug steuert, wobei auch hier alles, was man zum Segelfliegen benötigt, im Preis enthalten ist. Der normale Mitgliedsbeitrag liegt für Schüler, Studenten und Auszubildende monatlich bei 11 Euro, Erwachsene zahlen 16 Euro. Außerdem bietet der Sport Club für Interessierte gerne Schnupperkurse an.

Matthias Pohl beschäftigt sich nicht erst seit ein paar Jahren mit dem Flugsport. Er ist bereits seit fünf Jahren der 1. Vorsitzende und nun schon im siebten Jahr als Fluglehrer tätig, und es macht ihm immer noch großen Spaß: "Die Arbeit mit Jugendlichen ist einfach toll. Natürlich ist auch der Zusammenhalt etwas ganz anderes als bei anderen Sportarten. Man kann sich darüber hinaus mit anderen Teilnehmern messen, an Wettbewerben teilnehmen und erlebt, dass man sogar acht bis neun Stunden am Stück ohne Kraftstoff fliegen kann."

Der Flugbegeisterte liebt die Ruhe beim Segelfliegen und kann dabei nicht nur abschalten, sondern auch eins werden mit der Natur. Wer dieses Gefühl ebenfalls erleben möchte und sich für den Flugsport interessiert, ist beim ASC Dudweiler jederzeit willkommen.

Für Informationen steht Matthias Pohl unter Tel. (0151) 42 34 97 95 oder per Mail (mpohl@asc-dudweiler.de) gerne zur Verfügung.



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