Der Ruf nach gezielter Förderung

Ein Bündel von ineinander greifenden Maßnahmen kann nach Meinung der Grünen dazu beitragen, den Einzelhandel in Dudweiler nachhaltig zu stärken. Die Forderungen richten sich an die Stadtverwaltung und an das Land. Sie sollen an ihre Verantwortung für eine generationengerechte Nahversorgung und einen lebenswerten Stadtteil erinnert werden.

Der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen Dudweiler-Scheidt befasst sich seit geraumer Zeit mit der schwierigen Situation des Einzelhandels in Dudweiler . Nach einer Bestandsaufnahme, mehreren Diskussionsveranstaltungen sowie einer Kampagne mit Infoständen, Flyern und Aufklebern unter dem Motto "Ich kauf in Dudweiler " legen die Grünen nunmehr ein Konzept zur Stärkung des Einzelhandels vor. Diese Vorlage geht davon aus, dass ein Bündel aufeinander abgestimmter Maßnahmen notwendig ist, um den Einzelhandel in Dudweiler zu stärken. Dabei reden die Grünen bewusst von "Stärkung", da sie darauf aufmerksam machen wollen, dass der Stadtbezirk noch über attraktive, inhabergeführte Geschäfte verfüge.

Als zentrale Forderungen setzen die Kommunalpolitiker auf die Einrichtung eines Leerstands- und Einzelhandelsmanagements für die Stadtteile sowie darauf, dass die Stadtverwaltung sich aktiv dafür einsetzen solle, einen Lebensmittelmarkt in der Fußgängerzone anzusiedeln sowie einen Markt in der Liesbet-Dill-Straße zu erhalten, da derartige Märkte für die umliegenden Geschäfte Magnetfunktion hätten und die Grund- und Nahversorgung auch für ältere Menschen sicherstellten. Ferner müsse auch eine öffentliche Städtebauförderung für Dudweiler realisiert werden, da der Stadtteil sonst abgehängt zu werden drohe.

Was mit den laufenden Städtebaufördermaßnahmen "Soziale Stadt" für Burbach, Brebach oder Malstatt auf den Weg gebracht worden sei, müsse auch für Dudweiler möglich sein. Da Dudweiler über ein anderes Profil als diese Stadtteile verfüge, müsse hier, soweit es um die Stärkung des Einzelhandels geht, ein anderes Programm "angezapft" werden. Die Grünen gehen davon aus, dass ein Antrag an das Bundesbauministerium nach dem Programm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" Erfolg versprechend sei.

"Wir sind insoweit eher mit Heusweiler oder Riegelsberg vergleichbar, die bereits nach diesem Programm gefördert werden", so die Sprecherin und Stadtverordnete Karin Burkart. "Dieses Programm setzt auf Einzelhandelsmanagement sowie auf die Reaktivierung eines attraktiven Einkaufsumfeldes", da die Bürgerinnen und Bürger heute erwarteten, in angenehmer Umgebung einzukaufen. "Genau hier muss die Stadt ansetzen", erklärt Karin Burkart, die an die ,,dringend notwendige Erneuerung des Bodenbelages" in der Fußgängerzone erinnert.

Die Stadt müsse eine entsprechende Antragstellung beim Land einfordern. Daneben seien viele Maßnahmen - ohne großen finanziellen Aufwand - möglich und sinnvoll. Dabei denken die Grünen etwa an einheitliche Ladenöffnungszeiten im Dorf, die Förderung der Zwischennutzung leer stehender Geschäftslokale, die Organisation von Wettbewerben zur Schaufenstergestaltung oder Maßnahmen zur Steigerung der Reinlichkeit im Ortskern.