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Das Kiez hat sich einen Namen gemacht

Das Kiez hat sich einen Namen gemacht

Das Kinder- und Elternbildungszentrum in Dudweiler könnte sich zur Einrichtung der Gemeinwesenarbeit auswachsen.

Der Bezirksrat Dudweiler begrüßt die angedachte Fortführung der Koordinierungsstelle im "Kiez am Anger". Damit kommen die Mitglieder des Gremiums der Empfehlung des Ausschusses für soziale Angelegenheiten und Integration der Landeshauptstadt Saarbrücken nach. Nun ist die Verwaltung damit beauftragt, eine Verlängerung des Vertrages mit den Kooperationspartnern vorzubereiten. Somit stehen die Zeichen sehr gut, dass der Stadtrat der Fortführung bis zum Dezember 2018 zustimmt. Vorläufig geht der Vertrag bis Ende April. Gleichzeitig ist angedacht, das Kiez zu einer Gemeinwesenarbeit-Einrichtung (GWA) umzuwandeln.

"Wir sind darüber sehr erfreut und stimmen natürlich zu", ergriff Gabriele Ungers, Fraktionsvorsitzende der Linken, bei der jüngsten Sitzung zuerst das Wort. Gleichzeitig erinnerte sie daran, dass trotz des sehr guten Angebotes, das dort bereits herrsche, eines nicht vergessen werden solle: Man müsse auch für ältere Kinder und Jugendliche etwas tun. Denn außer dem Jugendzentrum gebe es derzeit nicht viele Angebote im Stadtbezirk, was dazu führe, dass die Jugendlichen ihre Treffen im öffentlichen Raum abhalten würden.

Auch der Bezirksverordnete Martin Kerz (SPD) begrüßte die Planung, hakte bei einem Punkt jedoch nach. In der Vorlage heißt es ,,Dudweiler-Mitte weist alle die für ein benachteiligtes Stadtquartier typischen Ausprägungen auf - zwar immer noch in geringerem Maße, als die Stadtteile mit besonders hohen Anteilen benachteiligter Personen (Malstatt, Burbach, Folsterhöhe), aber durchaus im Durchschnitt der übrigen GWA-Einzugsgebiete." Kerz nun erinnerte sich an eine frühere Erhebung, nach der die Kinderarmut in Dudweiler prekärer sei als hier dargestellt und bat darum, die Zahlen zu überprüfen.

"Das Angebot geht weit über das hinaus, was eigentlich geplant war", freute sich Ralf-Peter Fritz. Der CDU-Fraktionsvorsitzende dankte allen Kiez-Akteuren und hob hervor, dass man stolz darauf sein müsse, ein solches Angebot vor Ort zu haben. Gerd Kiefer (FDP) betonte, dass die angedachte Umwandlung zu einer Gemeinwesenarbeit auch den Angestellten Sicherheit gebe. Mirko Welsch (AfD) hinterfragte die seiner Meinung nach kurze Laufzeit bis Ende Dezember 2018 und betonte, dass man als Rat nachhaltig darauf drängen solle, eine Verlängerung darüber hinaus anzustreben.

Bereits im Juli vergangenen Jahres hatte sich der Regionalverband Saarbrücken (RGV) dafür ausgesprochen, das Kiez bis Ende 2020 weiterzuführen. Das Jugendamt des RGV sehe den Bedarf an Gemeinwesenarbeit für Dudweiler-Mitte gegeben. Nach eigenen Angaben sei man dazu bereit, mit der Landeshauptstadt Saarbrücken über die Neueinrichtung zu verhandeln.

Dies hänge unter anderem davon ab, ab wann die Stadtverwaltung eine neue GWA finanziell stemmen könne. Aus Sicht des Regionalverbandes sei eine Angleichung zum Start der nächsten Vertragslaufzeit der bereits bestehenden GWA-Projekte sinnvoll. Diese beginnt am 1. Januar des Jahres 2019.