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Bürgersteige als Parkplätze?

Dudweiler. Über Falschparker am Landesinstitut für Pädagogik und Medien (LPM) hat sich eine Nachbarin des Institutes bei der SZ beschwert. Burkhard Jellonnek, der Leiter des LPM, kann das so nicht nachvollziehen. Stefan Bohlander

Ursula Burrmeister ist sauer. Die Dudweilerin wohnt in der Kantstraße und geht oft am Landesinstitut für Pädagogik und Medien (LPM) vorbei mit ihrem Hund spazieren. Um das LPM in der Beethovenstraße zu passieren, überquert sie die Parallelstraße. Und hier prangert sie die aus ihrer Sicht oftmals unmögliche Parksituation an.

Neben den offiziell ausgewiesenen Parkmöglichkeiten direkt an der Straße, so Ursula Burrmeister, stünden die Fahrzeuge auch auf der gegenüberliegenden Seite auf dem Bürgersteig. Doch nicht nur das. Denn deshalb würden andere ihre Autos auch an den Stellen, auf den Bürgersteig stellen, an denen sie eigentlich regulär auf der Straße parken könnten.

Das erschwere natürlich das Vorankommen für Fußgänger, "insbesondere Kinderwagen und Gehbehinderte haben es schwer", so die Anwohnerin.

Durch die dadurch verengte Fahrbahn entstehe zusätzliches Verkehrschaos. Da die Parallelstraße ja keine Einbahnstraße ist, versuchten also in beiden Fahrtrichtungen gleichzeitig Autos das LPM-Gelände zu verlassen. Hinzu kommen natürlich Anwohner und Anlieger, die durch die Straße fahren und selbstverständlich ebenfalls parken möchten. Besonders an Dienstagen und Donnerstagen sei ein hohes Verkehrsaufkommen zu verzeichnen, erzählt sie.

Gleichzeitig verweist Ursula Burrmeister darauf, dass ihrer Ansicht nach für die Besucher des Landesinstitutes doch eigentlich genügend Parkplätze vorhanden sein sollten. Neben dem Platz an der Parallelstraße gibt es noch einen Parkplatz hinter der Einrichtung, wenn man von der Bruchwiesenstraße her kommt. "Dieser ist oft nicht ausgelastet", moniert sie. Zusätzlich gebe es noch Möglichkeiten, den Bolzplatz zu nutzen, auf dem zurzeit nur Abfall-Container stünden.

Insgesamt 134 Parkplätze gibt es auf dem Gelände des Landesinstitutes, teilte LPM-Leiter Burkhard Jellonnek auf SZ-Anfrage mit. Diese seien auf drei Flächen vor und hinter dem Haus sowie seitlich davon verteilt. Dass sich die Situation vor allem an den beiden genannten Tagen anspannt, konnte er nicht bestätigen. Dies sei "ein eher zufälliges Ereignis, wenn sich Veranstaltungen ballen", so Jellonnek. Es gebe natürlich auch Tage, an denen das Institut zwei oder drei größere Veranstaltungen anbiete. Dabei "kann eine gewisse Kannibalisierung einsetzen", was die Parkplätze angeht.

Burkhard Jellonnek gibt zu bedenken, dass LMP-Mitarbeiter bereits beobachtet haben, dass Anwohner der umliegenden Straßen auch schon mal auf LPM-Gelände parken würden. Man könne natürlich auch versuchen, Parkplätze auf besagtem Bolzplatz einzurichten.

Man könne natürlich auch die dreifache Menge an Parkflächen zur Verfügung stellen. Doch merkt er gleichzeitig an, dass dadurch ja immer mehr Grünflächen verschwinden würden.

In diesem Zusammenhang wies er am Rande auch darauf hin, dass auf dem Bolzplatz ein Basketballfeld stand, welches abmontiert wurde - nach Beschwerden von Anwohnern.

Den Tipp für diesen Artikel bekamen wir von Ursula Burrmeister aus Dudweiler . Wenn Sie Interessantes zu erzählen haben, hinterlassen Sie eine Sprachnachricht unter Tel. (06 81) 5 95 98 00, mailen Sie an leser-reporter@sol.de oder nutzen Sie unser Onlineformular unter www.saarbruecker-zeitung.de/leserreporter