Bezirksrat Dudweiler fordert Verkehrsinsel an vielbefahrener Kreuzung

Gefährliche Kreuzung : Bezirksrat Dudweiler fordert Verkehrsinsel

Das soll die Sicherheit an einer Kreuzung erhöhen. SPD-Antrag zu Tempo-30-Schildern lehnt Mehrheit ab.

Der Straßenverkehr in Dudweiler stand bei der jüngsten Sitzung des Bezirksrates gleich mehrfach im Fokus. Zum einen stimmte das Gremium einstimmig für einen Antrag der SPD-Fraktion, der Stadtverwaltung eine Anregung aus dem Jahr 2016 erneut vorzulegen. Seinerzeit bat der Bezirksrat darum, sich mit der Situation an der vielbefahrenen Kreuzung Scheidter Straße/Rentrischer Straße zu beschäftigen. Er hatte vorgeschlagen, dort eine begrünte Verkehrsinsel anzulegen. Der Bezirksrat bat darum, dass die Verwaltung in der nächsten Sitzung über den Stand der Dinge berichtet.

Die Entwicklung eines Konzeptes zur Verbesserung der Situation in den Tempo-30-Zonen in Dudweiler stand ebenfalls auf der Tagesordnung. Die SPD-Fraktion hatte den Antrag eingereicht, durch den die Verwaltung damit beauftragt werden sollte. Wie Fraktionssprecher Martin Kerz sagte, seien die Zonen vor einigen Jahren großflächig eingeführt worden. Weil eine großräumige Beschilderung in den Tempo-30-Zonen ausbleibe, sei genau das Gegenteil des erhoffen Effektes eingetreten. „Die Geschwindigkeit wird nicht deutlich reduziert und die Verkehrssicherheit gar nicht erhöht, sondern gesenkt. Auch haben wir das Ziel der Reduzierung der Lärmbelästigung nicht erreicht“, sagte Kerz. Durch den nun eingereichten Antrag solle die Stadt darlegen, ob sie deutlicher auf die Tempo-30-Zonen hinweisen kann. Zudem sollten Maßnahmen vorgeschlagen werden, um die Einhaltung der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit sicherzustellen und Maßnahmen erörtert werden, mit denen Tempo 30 an besonderen Stellen wie Kreuzungen oder an öffentlichen Einrichtungen sichergestellt werden kann. Annabelle Sonntag (FDP) sah die Zuständigkeit weniger beim Bezirksrat als „beim Oberbürgermeister als Ortspolizeibehörde“. Am Ende waren die sechs Stimmen von SPD und zwei Stimmen aus der Linke-Fraktion zu wenig, Der Bezirksrat lehnte den Antrag ab.

In einem weiteren Antrag forderte die SPD, sogenannte Unterflurcontainer zu erproben. „Wo, wenn nicht in unserem experimentierfreudigen Stadtbezirk“, sagte Kerz mit einem Augenzwinkern. Die Idee dabei ist, die Sammelstellen für Glas oder Papier unter der Erde zu versenken. So ist lediglich der Einwurfschacht zu sehen, außerdem sollen sie größer sein. Mit den Unterflurcontainern soll der Anreiz deutlich gesenkt werden, dort weiteren Müll zu entsorgen. CDU-Fraktionschef  Jörg Jarolimeck gab zu bedenken: „Das ist schon ein sehr massiver Kostenfaktor.“ Da die Idee generell im Rat auf wenig Unterstützung stieß, zog die SPD den Antrag zurück.