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Basketball
Bester Saarclub trotz schwachem Endspurt

Shreeraman Ponpathirkoottam (Mitte) wirft im Heimspiel gegen den ASC Theresianum Mainz II auf den Korb. Herrensohrs bester Werfer der Saison konnte die 59:60-Niederlage gegen die Mainzer nicht verhindern.
Shreeraman Ponpathirkoottam (Mitte) wirft im Heimspiel gegen den ASC Theresianum Mainz II auf den Korb. Herrensohrs bester Werfer der Saison konnte die 59:60-Niederlage gegen die Mainzer nicht verhindern. FOTO: Thomas Wieck
Herrensohr. Der TuS Herrensohr hat sich in seiner zweiten Saison in der Basketball-Oberliga um zwei Plätze verbessert und schloss die Runde als Tabellendritter ab. Die Mannschaft von Trainer Martin Schmidt wurde zudem Vize-Saarlandpokalsieger. Von David Benedyczuk

Die abgelaufene Saison in der Basketball-Oberliga war eine spannende Angelegenheit – zumindest was das Geschehen hinter dem souveränen Spitzenduo BBC Montabaur und ASC Theresianum Mainz II angeht. Zwischen dem elften und damit letzten Platz und Rang drei lagen vier Siege. Dritter wurde im zweiten Jahr nach dem Aufstieg der TuS Herrensohr. In ihrer ersten Oberliga-Saison hatten die Herrensohrer mit zwölf Siegen und zehn Niederlagen Rang fünf belegt. Die Mannschaft von Trainer Martin Schmidt holte dann in der Spielzeit 2017/2018 elf Siege und es gab neun Niederlagen. Mit im Schnitt 16,6 Punkten war Shreeraman Ponpathirkoottam bester Werfer, gefolgt von Philip Spengler (14,4 Zähler), Michael Klein (12,5), Jan Brinkmann (11,9) und Christoph Heyer (11).


Der TuS Herrensohr verpatzte mit einer 72:84-Niederlage beim TuS Treis-Karden und der 67:87-Heimklatsche gegen den späteren Meister Montabaur den Saisonstart. Der 82:80-Sieg bei den Baskets 98 Völklingen gelang durch einen Wurf von Kapitän Jan Brinkmann in letzter Sekunde. Center Shreeraman Ponpathirkoottam erzielte in der Partie 26 Punkte. Der Erfolg im Saarderby brachte die Wende. Mit drei Heimsiegen in Folge, darunter ein 81:63 gegen Aufsteiger TBS Saarbrücken. Der TuS Herrensohr beendete das Jahr zuhause unbesiegt und startete mit einer Bilanz von sieben Siegen und fünf Niederlagen in das Jahr 2018.

Das begann im Sportzentrum Dudweiler mit einem erneuten Sieg gegen die Baskets 98 Völklingen. Und erneut war Herrensohrs Spielführer Jan Brinkmann der gefeierte Held. Er traf abermals mit der Schluss-Sirene – diesmal per Dreipunktwurf – zum 78:75-Erfolg. Herrensohrs Christoph Heyer traf fünf Drei-Punkte-Würfe und war mit 22 Punkten der Topwerfer im Saarderby. „Die Endphase war besser als jeder Tatort. Als wir vier Minuten vor Schluss 13 Punkte hinten lagen, hat keiner mehr auf uns gesetzt. In der Auszeit haben wir uns dann eingeschworen, dass wir den vielen Zuschauern zumindest Kampf und Leidenschaft bieten müssen – die Jungs haben dann nochmal alles aus sich herausgeholt“, fand TuS-Trainer Schmidt damals lobende Worte.



Im Saisonendspurt lief es für die Herrensohrer dann holprig – nicht zuletzt, weil im Aufgebot immer wieder Spieler ausfielen. Im Februar setzte es mit der 59:60-Niederlage gegen Theresianum Mainz II die erste Heimpleite nach langer Zeit.

Das Stadtderby beim TBS Saarbrücken endete mit einer 59:72-Niederlage ebenso enttäuschend wie die Runde an sich. Denn das letzte Heimspiel ging mit dem 74:81 gegen die DJK Nieder-Olm gründlich in die Hose – und brachte Schmidt so richtig auf die Palme. „Mit der schwächsten Saisonleistung vor unserem Heimpublikum haben wir eine völlig vermeidbare Niederlage kassiert. Unser erstes Viertel war indiskutabel. Einige waren wohl gedanklich schon bei der Abschlussfeier“, sagte der TuS-Trainer.

Die Heimniederlage im letzten Saisonspiel war ein Wermutstropfen auf eine erfolgreiche Oberliga-Spielzeit der Korbjäger des TuS. Immerhin zeigten die Herrensohrer im Saarlandpokal-Endturnier dann wieder ein anderes Gesicht. Nach dem 87:48-Kantersieg im Halbfinale gegen den Landesligisten TV Kleinblittersdorf verlor der Oberligist das Endspiel gegen den Regionalligisten Saarlouis Sunkings nach einer starken Leistung mit 81:90.