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Besondere Ausstellung an besonderem Ort

Besondere Ausstellung an besonderem Ort

"Die Arbeit mit Glas ist einfach sehr gefährlich. Man braucht viel Ruhe dafür", so Markus Hohlstein über sein Hobby. Der 49-Jährige ist Glaskünstler und lässt die Handschuhe links liegen, um besser fühlen zu können, ob das Glas eben liegt.

Seine Kunstwerke wiegen zum Teil mehrere Tonnen, weil er Glasstücke einfach übereinanderstapelt und daraus Formen und Skulpturen schafft. Der Künstler arbeitet schon seit vielen Jahren mit den unterschiedlichsten Materialien.

"Die Erweiterte Realschule Sulzbach erneuerte vor einigen Jahren ihre Fenster, und ich durfte das Altglas unter einer Bedingung mitnehmen: Ich sollte alles mitnehmen. Und es waren sechs Tonnen", sagt Hohlstein. So begann für ihn erst mal eine Glasphase.

In der katholischen Kirche in Jägersfreude kann man in der Nacht der Kirchen an Pfingstsonntag viele seiner Werke bestaunen. Er hat Teile der Kirche als Ausstellungsfläche genutzt und präsentiert seine Glasstücke somit in einer ganz besonderen Atmosphäre. Unterteilt ist die Ausstellung in die Kategorien "Liebe", "Glaube" und "Hoffnung" und stellt den einzelnen Menschen im Verhältnis zum großen Ganzen dar. Das Highlight verbirgt sich am Ende der Ausstellung: Ein großer, aus 10 000 Glasteilen zusammengesetzter Ball symbolisiert "das Abbild der Erde". Mit seinen 1,4 Tonnen ist der Koloss das schwerste Ausstellungsstück. "Ich habe alle Glasteile einzeln in Kisten transportiert und vor Ort aufgebaut", so Markus Hohlstein, der die tatkräftige Unterstützung seiner Frau Doris Reichert betont. Sie habe ihm immer geholfen und ihn unterstützt, bis ihr Vater kürzlich erkrankte.

Wer an der Ausstellung interessiert ist, kann sich diese ab sofort an jedem Sonntag ab 9.30 Uhr vor und nach der Messe und in den Monaten Juni und Juli zwischen 20 Uhr und 23 Uhr anschauen. Wer möchte, kann gerne eine Spende abgeben, die zur einen Hälfte an das "Afrikaprojekt Dr. Schales" und zur anderen Hälfte an die Partnerschaft des Kirchenkreises Saar-Ost mit der Diözese Butare/Ruanda geht.