Bald wieder Toben in Dudweiler

Für 30 000 Euro, so sind zumindest die Planungen, soll der Spielplatz in Dudweiler wieder hergerichtet werden. Denn zurzeit bietet er ein trostloses Bild.

In seiner jüngsten Sitzung gab der Bezirksrat einstimmig grünes Licht für die Wiederbelebung des Spielplatzes in der Schlachthofstraße. Damit kam man der Empfehlung der Verwaltung der Landeshauptstadt Saarbrücken nach. Der Spielplatz sei 1994 letztmals "regeneriert" worden, heißt es seitens der Verwaltung. Die seinerzeit aufgestellten Spielgeräte wurden zwischenzeitlich abgebaut, weil sie in die Jahre gekommen waren.

Im Einzugsgebiet des etwa 450 Quadratmeter großen Spielplatzes wohnen derzeit rund 50 Kinder unter 14 Jahren. Die nächsten Plätze zum Toben und Verweilen seien in der Petrusstraße in Herrensohr und in der Wilhelmstraße und somit relativ weit vom Einzugsbereich der Schlachthofstraße entfernt. "Unter diesem Gesichtspunkt", heißt es in der Vorlage, "sollte der Spielplatz soweit wieder instand gesetzt werden, dass er vor allem von Klein- und Grundschulkindern genutzt werden kann."

Barrierefrei

Dabei solle die Grundstruktur mit den beiden Spielebenen und Bäumen und Sträuchern erhalten bleiben. Die untere Ebene ist barrierefrei erreichbar und soll nach aktueller Planung neben einer Nestschaukel ein Spielhäuschen mit Rutsche, ein Federwippgerät und einen Sandkasten mit Liegebrett erhalten.

Auf der oberen Ebene werde neben einer Bank-Tisch-Gruppe ein Balancierparcours aus Holzstämmen aufgebaut. Es sollen nur robuste Spielgeräte verwendet werden, die überwiegend aus dauerhaftem Robinienholz bestehen. Als Fallschutz werden natürliche Materialien verwendet. Daneben sollen die Hainbuchenhecke im Eingangsbereich aufgearbeitet und die Vegetation ausgelichtet werden. Die Arbeiten sollen im Frühjahr oder im frühen Sommer losgehen: In der Verwaltungsvorlage sind hierfür 30 000 Euro veranschlagt.

Gerd Kiefer (FDP ) regte noch an, die allzu hohen Sträucher etwas zu stutzen, um somit eine größere soziale Kontrolle zu gewährleisten. Michael Wagner, Behindertenbeauftragter des Stadtbezirks, schlug zudem vor, die Bügel am Ein-/Ausgang farblich zu markieren, um den Kindern das Ende des Spielplatzes zu verdeutlichen. Somit solle ihnen signalisiert werden, nicht einfach auf die Straße zu laufen. Letztendliche Beratungen finden in den Ausschüssen für Bau, Verkehr und Freiraum und Schule, Kinder und Jugend am kommenden Mittwoch, 25. Januar, statt.

Unterlagen kamen zu spät

Einigkeit herrschte zwischen den Bezirksratsmitgliedern auch in einem anderen Punkt. Ursprünglich stand das Thema "Rahmenkonzeption der städtischen Kindertageseinrichtungen" auf der Tagesordnung. Damit möchte die Landeshauptstadt Saarbrücken als Trägerin von derzeit 20 Kindertageseinrichtungen grob gesagt das Wohl der Kinder fördern und gute Rahmenbedingungen für lebenslanges Lernen schaffen. Nun wurde jedoch das zugehörige, 57 Seiten starke Dokument, den Räten nach deren Einschätzung viel zu spät zugestellt. Somit habe man sich nicht gründlich genug damit beschäftigen können. Mehrheitlich, bei drei Enthaltungen, beschlossen die Mitglieder des Gremiums deswegen, den Punkt auf die nächste Tagesordnung zu setzen.