| 20:46 Uhr

SPD-Lokaltermin
Auf der Suche nach Räumen für das Gemeinwesenprojekt

Politiker machen sich ein Bild am Dienstag (19.06.2018) vom KIEZ Dudweiler.Koordinatorin Sandra Lamp stellt das Kinder und Elternbildungs Zentrum vor. v.l. Gabriele Ungers, Ludwig Schmidt, Britta Blau, Reiner Schwarz, Rudolf Altmeyer, Frank Hartwich und Susanne Nickolai.  Foto: BeckerBredel
Politiker machen sich ein Bild am Dienstag (19.06.2018) vom KIEZ Dudweiler.Koordinatorin Sandra Lamp stellt das Kinder und Elternbildungs Zentrum vor. v.l. Gabriele Ungers, Ludwig Schmidt, Britta Blau, Reiner Schwarz, Rudolf Altmeyer, Frank Hartwich und Susanne Nickolai. Foto: BeckerBredel FOTO: BeckerBredel
Dudweiler. Von Stephanie Schwarz

Die SPD-Stadtratsfraktion hat sich bei einem Lokaltermin am vergangenen Dienstagabend über die Arbeit des Kinder- und Elternbildungszentrums (Kiez) in Dudweiler und die Fortschritte bei der Planung für ein Projekt der Gemeinwesenarbeit (GWA) informiert. Thema waren unter anderem die soziale Lage in Dudweiler-Mitte, die Zielgruppen und die steigenden Belegungszahlen des Kiez. Im Dezember 2014 hat das Dudweiler Kiez 22 Kinder betreut – fünf davon mit Migrationshintergrund. Drei Jahre später – im Dezember 2017 – waren es schon 35 Kinder im Alter bis zwölf Jahre – 29 davon mit Migrationshintergrund. „Sieben kommen aus Syrien. Der Rest aus Osteuropa, Italien und Nordafrika“, sagte die Koordinatorin des Kiez, Sandra Lamp.


Die steigende Nachfrage und die soziale Lage der Bürger in Dudweiler-Mitte zeige auf, dass die Arbeit des Kiez immer wichtiger werde. Allein die Arbeitslosenquote des Stadtbezirks Dudweiler-Mitte liege bei 12,7 Prozent, sagte Lamp. Die Angebote des Kiez richten sich nicht nur an Kinder, sondern auch an ihre Eltern. Viele arbeitslose Mütter mit Migrationshintergrund, die kaum die deutsche Sprache beherrschen, säßen den ganzen Tag zu Hause – ohne soziale Kontakte, sagte Lamp. Dem wolle das Kiez entgegenwirken. Beispielsweise mit dem Sprachkurs „Mama lernt Deutsch“. „Die Mütter werden dadurch offener und finden auch nicht selten einen Job“, so Lamp.

Die Frage nach den Fortschritten rund um das für 2019 geplante Dudweiler Gemeinwesenprojekt stand beim Lokaltermin ebenfalls auf der Themenliste. Ähnlich wie in Saarbrücker Projekten soll es auch in Dudweiler eine Sozialberatung sowie neben Angeboten für Kinder auch solche für Jugendliche, Alleinstehende und Senioren geben, sagte die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende, Susanne Nickolai.



Im April diesen Jahres hat der Sozialausschuss der Stadtverwaltung den Auftrag gegeben, alle Vorbereitungen für die Einrichtung des Projekts in Dudweiler zu treffen, teilte eine Mitarbeiterin der Stadtverwaltung mit. Was noch fehle, sei die Finanzierung. Hier sei die Stadt derzeit in Verhandlungen. Personell will man sich ebenfalls an anderen GWAs orientieren. Konkret hieße dies: drei bis vier Arbeitsstellen.

Mehr Angebote benötigen auch größere Räume. Auch hier sei man bereits aktiv geworden, sagte Claudia Rebmann vom Diakonischen Werk Saar: „Ziel ist es, mitten in Dudweiler, ebenerdig und fußläufig, alles unter einem Dach zu haben.“ Dazu habe man sich bereits Leerstände wie beispielsweise das ehemalige Verwaltungsgebäude hinter der evangelischen Kirche angesehen. „Aber solange die Mittel noch nicht feststehen, ist es schwierig zu planen“, sagte Rebmann.