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Ärzte-Bereitschaft: SZ-Leserin empört über hohe Telefongebühr

Ärzte-Bereitschaft: SZ-Leserin empört über hohe Telefongebühr

Sulzbach/Dudweiler. Vergangenen Samstag hat die Bereitschaftsdienstpraxis (BDP) im Sulzbacher Knappschaftskrankenhaus ihre Arbeit aufgenommen. Sie ist an Wochenenden und Feiertagen zuständig für alle Patienten aus den Städten Sulzbach und Friedrichsthal, der Gemeinde Quierschied, der Gemeinde Illingen (ohne Uchtelfangen) sowie der Gemeinde Merchweiler

Sulzbach/Dudweiler. Vergangenen Samstag hat die Bereitschaftsdienstpraxis (BDP) im Sulzbacher Knappschaftskrankenhaus ihre Arbeit aufgenommen. Sie ist an Wochenenden und Feiertagen zuständig für alle Patienten aus den Städten Sulzbach und Friedrichsthal, der Gemeinde Quierschied, der Gemeinde Illingen (ohne Uchtelfangen) sowie der Gemeinde Merchweiler. Nicht jedoch für Dudweiler, Herrensohr und Jägersfreude. Darauf weist Dr. Kurt Wiedemann, Obmann der niedergelassenen Ärzte im Stadtbezirk Dudweiler, noch einmal hin. "Wir haben weiterhin einen eigenen hausärztlichen Notdienst mit wohnortnaher Versorgung", betont Wiedemann. Die Notdienstnummer der Dudweiler Ärzte nach Praxisschluss und am Wochenende: (0 18 05) 66 30 24.Ursprünglich sollte Dudweiler in die Bereitschaftsdienstpraxis an der Sulzbacher Klinik einbezogen werden, doch in Dudweiler sei der Widerstand der niedergelassenen Ärzte zu stark gewesen, sagte Wolfgang Meunier, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Kassenärztlichen Vereinigung Saarland (KVS).

Meunier beantwortete auch eine Frage, die SZ-Leserreporterin Sigrid Hager aus Quierschied aufgeworfen hat. "Ein Anruf in der Bereitschaftsdienstpraxis Sulzbach kostet aus dem Festnetz 14 Cent pro Minute. Das ist eine Frechheit", meinte die 69-Jährige und fügte hinzu: "Warum müssen die Telefongebühren so hoch sein? Wenn man ein paar Minuten in der Warteschleife hängt, wird es ja noch teurer."

Die Bereitschaftsdienstpraxis Sulzbach ist unter Telefon (0 18 05) 66 30 08 zu erreichen. Dass eine 0 18 05-Nummer gewählt wurde, habe technische Gründe, erläuterte Meunier auf SZ-Anfrage. Jede der zwölf Bereitschaftsdienstpraxen im Saarland habe derzeit eine eigene Telefonnummer, sagte Meunier. Es sei aber geplant, dass es in absehbarer Zeit für das Saarland eine einheitliche Nummer gebe, unter der medizinische Hilfe angefordert werden könne. Meunier: "Bei 0 18 05-Nummern funktioniert eine solche Zusammenschaltung technisch besser." me

Den Tipp für diesen Artikel bekamen wir von unserer Leserreporterin Sigrid Hager aus Quierschied. Haben auch Sie Spannendes zu erzählen und sogar Fotos gemacht? Dann schicken Sie uns alles per E-Mail an leser-reporter@sol.de oder über unser Onlineformular unter www.saarbrucker-zeitung.de/leserreporter