1. Saarland
  2. Saarbrücken

Dominic Wetzig will im Kultur- und Lesetreff Brebach Jung und Alt zusammenbringen

Registrierungspflichtiger Inhalt: Menschen im Regionalverband : Der neue Gastgeber im offenen Wohnzimmer

Dominik Wetzig ist neuer Leiter des Kultur- und Lesetreffs in Brebach und freut sich auf die Begegnung mit Menschen aller Altersklassen.

Im „Brebacher Wohnzimmer“ Platz für mehr Generationen zu schaffen, ist das erklärte Ziel von Dominik Wetzig. Wohnzimmer wird der Kultur- und Lesetreff im Bezirk Halberg liebevoll genannt, weil sich hier schon seit 1998 Menschen unter dem Motto „gemeinsam statt einsam“ in gemütlicher Atmosphäre begegnen können. 34 Jahre jung ist der neue Leiter des Kulturtreffs mit integrierter Bibliothek.

Aufgewachsen ist Dominik Wetzig in Schafbrücke. Ihn verbinde aber viel mit seinem neuen Arbeitsort Brebach, weil einige seiner Jugendfreunde dort gewohnt hätten. Heute lebt er mit seiner Frau und zwei kleinen Kindern in Fürstenhausen. Der gelernte Erzieher begleitete vor seinem Dienstantritt in Brebach vier Jahre lang eine Klasse an der Ganztagsgrundschule Dellengarten. „Ich wollte schon immer mit Kindern und Jugendlichen arbeiten“, sagt Wetzig. Deshalb sei es ihm auch wichtig, künftig noch mehr Angebote zu machen, die auch junge Menschen in den Kultur- und Lesetreff ziehen. Er fände es schön, wenn sich im Treff Alt und Jung begegnen und sich zum Beispiel gegenseitig aus Büchern vorlesen.

Ein regelmäßiges Angebot zur Leseförderung für Kinder im Kita- und Grundschulalter gibt es bereits. Oder besser gesagt, das Angebot gab es bislang regelmäßig. Denn derzeit hat Wetzig erst einmal mit den Beschränkungen zu kämpfen, die die Corona-Krise mit sich bringt. Alle Veranstaltungen, die für Januar geplant waren, mussten abgesagt werden. Die Bibliothek ist geöffnet, allerdings dürfen sich nie mehr als zwei Menschen gleichzeitig darin aufhalten. Ein Ort der Begegnung sieht anders aus. „Ich kenne den Normalbetrieb leider gar nicht“, sagt der 34-Jährige.

Dennoch ist Dominik Wetzig gerade mitten in der Vorbereitung für die neue Stadtteil-Tournee. Ein Programmheft, das das breitgefächerte Angebot an Veranstaltungen von Qi Gong über Lesecafés, Schreibwerkstätten und Ausstellungen in den Kultur- und Lesetreffs in den fünf Stadtteilen Brebach, St. Arnual, Burbach, Dudweiler und Malstatt zusammenfasst. Die nächste Tournee geht von April bis September. Wetzig hofft, dass es über die Sommermonate wieder etwas mehr Freiheiten geben kann. Auch für ihn persönlich, denn er vermisse es langsam sehr, seine Freunde zu treffen.

Zeiten, in denen man sich durchbeißen muss, ist Dominik Wetzig noch aus seiner Ausbildung gewohnt. Vier Jahre dauert es, Erzieher zu werden. Nach einem Eingewöhnungsjahr, das er im Jugendzentrum in Völklingen absolvierte, ging er zwei Jahre lang in die Berufsschule, darauf folgte ein Anerkennungsjahr. Die ersten drei Jahre verdiente er in seiner Lehre dabei keinen Cent. „Ich habe morgens in einer Autovermietung gearbeitet, danach ging es ins Juz oder zur Schule. Das waren immer 50- bis 60- Stunden-Wochen. Aber mein Herz hängt daran.“ Als männlicher Erzieher habe er dafür heute auf dem Arbeitsmarkt gute Chancen.

In seiner Freizeit angelt der 34-Jährige gerne, auch in der Saar. „Da sollte man nur nicht die ganz fettreichen Fische nehmen“, rät er. Auch am Golfen findet er Spaß. Was zunächst als Freizeitspaß an der Konsole begann, wurde irgendwann auch auf dem Platz zum Hobby. „Meinen Freunden und mir war das Golfen erst einmal suspekt, wir dachten, der Sport sei ziemlich versnobt“, gibt Wetzig zu. Ein Irrtum, wie sich herausstellte. Schnell fanden sie Spaß daran und haben sich das Wichtigste zunächst selbst beigebracht. Irgendwann legten sie dann auch die Platzreife ab. Um die zu erlangen, mussten Wetzig und seine Freunde erst einmal grundlegende Regeln und Etikette-Kenntnisse erlangen. Corona habe nun auch das Golfen auf Eis gelegt. Langweilig wird es Dominik Wetzig aber nicht. Er hat ja auf seiner neuen Stelle einiges vor.