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| 20:46 Uhr

Leserbriefe
Diese Radspur ist sehr gefährlich

Das Neben- und Miteinander von Rad- und Autofahrern liefert Tag für Tag Diskussionsstoff in Saarbrücken. Das gilt auch für die Ideen der Verkehrsplaner zur Wilhelm-Heinrich-Brücke. Und für die Zustände in der Lebacher Straße von Malstatt.
Das Neben- und Miteinander von Rad- und Autofahrern liefert Tag für Tag Diskussionsstoff in Saarbrücken. Das gilt auch für die Ideen der Verkehrsplaner zur Wilhelm-Heinrich-Brücke. Und für die Zustände in der Lebacher Straße von Malstatt. FOTO: Britta Pedersen / dpa
Radspuren in Saarbrücken

Sie erwähnen die Radspur in der Lebacher Straße. Diese Radspur ist sehr gefährlich, da rechts daneben Parkplätze sind. Dort muss der Radfahrer 90 Zentimeter Seitenabstand zu den parkenden Pkw einhalten (OLG Saarbrücken), daher außerhalb der Radspur fahren und wird von den Autofahrern in die Radspur gedrängt. Im unteren Bereich der Straße wird die Radspur lebensgefährlich auf den Gehweg geführt, und die Autofahrer rechnen nicht damit, dass ein Radfahrer auf der Straße weiterfährt. Das Befahren der Lebacher Straße ist erheblich gefährlicher geworden. Was sich die Stadt da an Inkompetenz leistet, ist nicht nachvollziehbar.

Die geplante Sanierung der Wilhelm-Heinrich-Brücke gibt den Planern unter anderem die Möglichkeit, Klarheit und Eindeutigkeit hinsichtlich des Fahrradverkehrs zu schaffen. Bei den geplanten zwei Radwegen muss aber dann auch gewährleistet werden, dass diese von den Fahrradfahrern in Anspruch genommen werden müssen und das Befahren der Bürgersteige unrechtmäßig ist und geahndet werden kann. Weiterhin bleibt es allerdings gemäß der Straßenverkehrsordnung aber so, dass Kinder bis zu acht Jahren den Bürgersteig in Anspruch nehmen müssen und Kinder bis zu zwölf Jahren den Bürgersteig in Anspruch nehmen dürfen. Diese Regelung beinhaltet dann auch einen Schutz von Fußgängern auf Bürgersteigen vor undiszipliniert agierenden Fahrradfahrern, denen auch ich täglich vor der Wohnungstür (auf einem Bürgersteig) ausgesetzt bin. Oder man verzichtet komplett auf Radwege auf der Wilhelm-Heinrich-Brücke und vertraut auf gegenseitige Rücksichtnahme von Fußgängern und Fahrradfahrern, wenngleich ich auch Zweifel daran habe, dass hierbei unliebsame Zwischenfälle ausbleiben.

In Saarbrücken lief mit meinem Sohn die Fußgängerzone entlang und habe auf 500 Metern fünf Obdachlose gesehen. Sie saßen auf Decken auf dem Boden, hatten kaputte Handschuhe, und ihnen war kalt. Dem einen hab’ ich zwei Euro gegeben, dem anderen einen heißen Kaffee. Der Mann hat sich über den Kaffee gefreut, als wären es 2000 Euro. Das sollte uns zu denken geben. Leider konnte ich nicht jedem was geben, weil es zu viele waren. Ein Passant lief an mir vorbei und sagte zu mir: „Verschwendest du immer dein Geld?“. Ich sagte ihm: „Guter Mann, das ist keine Verschwendung, sondern Hilfe.“ Der Mann lief ohne Worte weiter. Ich bekam zu hören, dass die Stadt drei Monate braucht, um Papierkram für ein Flüchtlingsheim zu bearbeiten. Dieses Haus steht leer. Warum wieder diese Bürokratie? In drei Monaten sind die Leute erfroren. Und das ließe sich verhindern durch leere Häuser, die sie beziehen könnten. An die Verantwortlichen, die solche Dinge entscheiden: Ihr sitzt jeden Tag im heimischen Wohnzimmer und wärmt euch auf. Die Leute auf der Straße können sich nicht wärmen. Kommende Woche wird es ein Grad minus. Und die Obdachlosen können nicht in die Häuser, weil die Bürokratie zu lange dauert. Ich finde das sehr traurig. Für so was gibt es Eilanträge. Liebe Verantwortlichen im Raum Sulzbach/Saarbrücken: Geht noch mal in euch. Denkt mal nach, ob da nicht doch was zu machen ist. Ich bin nicht  ausländerfeindlich. Aber die Flüchtlinge haben ein Dach über dem Kopf. Sie müssen keine Angst haben, dass sie den Winter nicht überleben. Obdachlose, die schon seit Jahren in Deutschland leben, werden sich selbst überlassen. Ich hoffe, ihr nehmt euch das zu Herzen, sitzt schon kommende Woche hinter den Schreibtischen und tut was für diese Menschen. Ich wünsche euch schöne warme Tage. Ob Wärmebusse, Tafeln oder Unterkünfte wie die Hirschbach: Denkt an die Menschen, die frieren, wenn ihr abends schlafen geht.