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Was ist nur los im Sulzbach- und Fischbachtal?
Diese Einbrüche geben Rätsel auf

Jeder Einbruch ist einer zu viel - sagt die Polizei. Und das nicht nur wegen der oft zu beklagenden Beschädigungen.
Jeder Einbruch ist einer zu viel - sagt die Polizei. Und das nicht nur wegen der oft zu beklagenden Beschädigungen. FOTO: Silas Stein / dpa
Sulzbach. Schulen und Vereinsheime werden in unserer Region überproportional von Eindringlingen heimgesucht.

Anrufe von Lesern, die  den ein oder anderen Vorfall in ihrer Umgebung mitbekommen haben und mehr wissen wollten,  brachten die SZ dazu, beim Kriminaldienst genauer nachzuhören. Nachzuhören ob es denn stimmt, dass im Sulzbach- und Fischbachtal möglicherweise die Zahl der Einbrüche höher ist als im Vergleich zum Vorjahr. Günther Rzeznik, der Leiter des Kriminaldienstes in der Polizei-Inspektion Sulzbach kann das teils bestätigen. Doch vorweg: Es liegt offiziell noch nicht die neueste Kriminalstatistik mit den genauen Zahlen vor. Demzufolge hat sich Rzeznik der Mühe unterzogen, die Fallzahlen - ganz bewusst in der dunklen Jahreszeit - unter die Lupe zu nehmen, und zwar im folgenden Vergleichszeitraum: Anfang Oktober 2016 bis Ende Februar 2017  und von Anfang Oktober 2017 bis Ende Februar 2018. Dabei zeigt sich ganz eindeutig, dass sich im Bereich der Einbrüche eine Verdoppelung der Fälle eingestellt hat. Wie gesagt, ohne die genauen Zahlen vorliegen zu haben, wie der Chef des Kriminaldienstes ein ums andere Mal betont. Was die Verdoppelung angeht, so verzeichnet der Beamte  eine „riesengroße Steigerung“ im Bereich der Schulen sowie auch bei Clubheimen bzw. Gaststätten. Weshalb das so ist, darüber kann man nur spekulieren. Unverständlich ist dieses Phänomen allemal wenn man bedenkt, dass es da in aller Regel relativ wenig bis nichts zu holen gibt.


Die meisten schulischen Einbrüche betrafen im Übrigen Herrensohr und Jägersfreude. Insgesamt 50 Einbrüche im aktuelleren Vergleichszeitraum zählt die Kripo. Wobei die reinen Einbruchsversuche hier mit eingerechnet sind. Es muss also nicht zur vollendeten Tat gekommen sein, um die Statistik zu belasten. Keine großen Auffälligkeiten ergeben sich im Übrigen bei den Wohnungseinbrüchen. Wobei ganz aktuell eine vierköpfige Bande auf frischer Tat ertappt wurde, die auch in Sulzbach wütete (wir berichteten überregional). Eine massive Verringerung der Fallzahlen verzeichnet Günther Rzeznik indes bei den Einbrüchen rund ums Auto sowie auch in Büros, Werkstätten und Lagerräume.  Auch über die Gründe diese Entwicklung lässt sich nur spekulieren. „Die Leute sollen uns anrufen bei verdächtigen Wahrnehmungen. Lieber einmal zu viel als einmal zu  wenig“, appelliert der Leiter des Kriminaldienstes an die Bevölkerung. Sie kann sehr wohl mithelfen, die Fallzahlen zu verringern.