Die Sulzbacherin Bianka Mohr-Fritz liebt alle Arten von Büchern

Porträt : Bücher sind ihr in die Wiege gelegt

Seit ihrer frühen Kindheit liebt es die Sulzbacherin Bianka Mohr-Fritz, durch Literatur in fremde Welten einzutauchen.

„Nur durch Lesen erfährt man etwas von der Welt“, sagt Bianka Mohr-Fritz. Sie ist eine echte Leseratte, Stammkundin der Stadtbücherei Sulzbach und liebt bedrucktes Papier und den Geruch von Büchern. Seit Kindheitstagen ist sie passionierte Leserin und seit knapp 35 Jahren nutzt sie die Saarbrücker Stadtbibliothek. „In Sulzbach war ich mit vier Jahren das jüngste Mitglied in der Stadtbücherei“, sagt die Sulzbacherin. „Meine Nachbarin war damals die Leiterin der Bücherei und nahm mich dorthin mit.“

Als Kind habe sie immer drei bis vier Bücher parallel gelesen und regelmäßig an Vorlesewettbewerben teilgenommen. Sie liebt es, beim Lesen in ganz andere Welten einzutauchen.

„Wenn ich ein Buch fertiggelesen habe, fehlen mir die Charaktere. Irgendwie werden die beim Lesen immer ein bisschen zur Familie“, sagt die 50-Jährige lachend.

Von Belletristik über Autobiographien bis hin zu Trivialliteratur liebt Mohr-Fritz das geschriebene Wort. Es dürfe nur nicht zu gruselig sein. „Ich mag nichts, was mich gruselt. Daher lese ich auch ungern Krimis. Außer die Bücher von Donna Leon. Da kam es auch schon mal vor, dass ich ein Buch in einer Nacht durchgelesen habe“, erzählt sie mit einem Schmunzeln.

Eines sei ihr aber ganz wichtig: Die Bücher müssen aus Papier sein. „Ich bin kein Fan von E-Books und Kindles“, so Bianka Mohr-Fritz. „Bücher müssen nach Papier riechen, Knicke haben und nach Leben aussehen.“ Sie kaufe sich nur selten Bücher. Lieber leihe sie sie aus und verleihe weiter. „Wenn ich sie dann wieder lesen will, leihe ich sie halt wieder aus. Das ist auch gelebte Nachhaltigkeit.“ Die Saarbrücker Stadtbücherei besucht sie einmal in der Woche. Dann schmökere sie, leihe sich Filme und Zeitschriften aus. „Ich stöbere auch gerne durch die Flyer dort. Ich liebe die Atmosphäre einfach.“

Ihre Leidenschaft für das Lesen teilt sie mit ihrem Lebensgefährten. „Wir haben ein kleines Ritual beim Frühstück jeden Sonntag. Ich sammele die Woche über interessante Artikel, die ich in Zeitschriften oder im Internet finde und lese sie dann meinem Lebensgefährten vor. Das kann schon mal zwei Stunden dauern. Ihn interessieren mehr die politischen Themen, mich alles von Kultur und Leben. Dann können wir uns immer gut austauschen.“ Auch ihre Passion für Sport, Spazieren, Skifahren, Mountainbike fahren und die Natur teilt sie mit ihrem Mann.

Beruflich hat sie sich beim Saarbrücker Amt für soziale Angelegenheiten der Arbeit für alte Menschen gewidmet. Sie organisiert Kulturveranstaltungen für Seniorinnen und Senioren für die Stadtbezirke Mitte, West und Halberg. Außerdem betreut sie das „Netzwerk Gute Nachbarschaft“. „Diese Arbeit für die Senioren macht mir jeden Tag unheimlich viel Spaß“, schwärmt Bianka Mohr-Fritz.

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