1. Saarland
  2. Saarbrücken

Die Sache mit dem Frühjahrsputz in der Kolumne So kann´s gehen.

Kolume So kann´s gehen : Die Tücken des frühen Frühlings

Das herrliche Wetter sorgt für gute Laune und kann eine Seite aus einem herauskitzeln, die zuvor gar nicht bekannt war.

Vergangenes Wochenende war es soweit – die ersten warmen Sonnenstrahlen haben den Frühling eingeleitet. Vielleicht etwas früh, diese knapp 20 Grad im Februar, aber nun gut.  Für ein erstes Eis auf die Hand war dann aber doch noch nicht die Zeit gekommen und ein optimistisches Einläuten der Grillsaison mit Freunden war aus Pandemiebekämpfungsgründen ebenfalls nicht zu realisieren. So kam es, wie ich es mir nie erhofft hatte: Ich habe mit dem Frühjahrsputz begonnen. Die Fenster hatten es bitter nötig, das muss ich zugeben. Und der jetzt deutlich klarere Blick nach draußen bestärkt mich in dieser samstäglichen Putzaktion. Dennoch: Eigentlich wollte ich nie so eine Person werden, die bei den ersten warmen Sonnenstrahlen die Fenster weit aufreißt, die Gummihandschuhe überstülpt und fast schon wahnartig mit dem Putzeimer von Zimmer zu Zimmer, von Fenster zu Fenster stolziert und das dreckige Wasser nach vollendeter Arbeit zufrieden in den Abfluss kippt. In diesem Jahr mutierte ich aber zu einem dieser Menschen. Eigentlich gar nicht so verkehrt, wenn ich im Nachhinein darüber nachdenke. Denn wenn es die Corona-Maßnahmen in den nächsten Wochen wieder zulassen und die Sonnenstrahlen sogar einen Tick wärmer werden, dann kann ich guten Gewissens an den Wochenenden draußen verweilen, mit einem Eis in der Hand dem Grill beim Aufheizen zuschauen und den bereits erledigten Frühjahrsputz einfach Frühjahrsputz sein lassen.