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Ein Streit, der wohl kaum ein Ende kennt
Die Grünen in der Ritterrüstung

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Ein gedeihlicher Disput ist etwas Schönes, oder besser gesagt unverzichtbar. Weil er den Horizont zu erweitern vermag. Besonders schön ist der Zwist, wenn man die Polemik beiseite lässt.

Na, ist denn schon Wahlk(r)ampf ? Man könnte es durchaus vermuten, auch wenn die Kommunalwahlen erst im Frühjahr 2019 sind. Wie dem auch sei, die Grünen haben gewissermaßen die Ritterrüstung vom Speicher geholt, das Visier heruntergeklappt und die Lanze klar gemacht. Verbal, klar, Gewalt liegt ihnen fern. Von beeindruckender Wort-Gewalt kann aber auch keine Rede sein. Eher von angriffslustiger Polemik in Richtung SaarForst-Landesbetrieb. In unerträglicher Art und Weise würden da in einem Brief des SaarForst-Direktors Hans-Albert Letter an den Grünen-Ortsverband Dudweiler/Scheidt Personen diffamiert, Kritik werde unsachlich ins Lächerliche gezogen. Die Grünen möchten nun, dass Saar-Umweltminister Reinhold Jost als Chef der Forstbehörde gefälligst mal ein Machtwort spricht.


Wer nun aber das Schreiben von Hans-Albert Letter liest, kann von Ironie, Zynismus oder Polemik nichts entdecken. Vielmehr legt er in klaren Worten dar, warum wie im Wald gearbeitet wird. Und dass es einen vermeintlichen Kahlschlag nicht gibt, weil er verboten ist. In Schutz nimmt der SaarForst-Chef auch seine in den vergangenen Wochen und Monaten teils heftig angegriffenen Förster. Über das, was sie sich gelegentlich in Ausübung ihrer Tätigkeit bieten lassen müssen, haben wir berichtet. Und nun warten wir mal ab, ob der Umweltminister eine Meinung zum Thema hat.