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Die Gründe für das Aus für Fitness First in Saarbrücker Bahnhofstraße

Kostenpflichtiger Inhalt: Leerstand in Saarbrücker-City : Warum Fitness First schließen musste

Ende Oktober schloss Fitness First in der Saarbrücker City. Die SZ hat nachgefragt, warum sich der Betreiber für die Schließung entschied und wie das Gebäude in Zukunft genutzt werden soll.

Wummerten einst lautstark die Bässe durch die Bahnhofstraße, während im ersten Stock Hobbysportler beim Spinning schwitzten, ist es seit November ruhig geworden: Für viele Mitglieder überraschend hat Ende Oktober das Fitnessstudio Fitness First in der Saarbrücker Innenstadt – prominent gelegen zwischen den beiden Fahrspuren, die von der Wilhelm-Heinrich-Brücke kommen – geschlossen. Das Aus wurde erst wenige Wochen zuvor bekannt gegeben. Ein Leerstand mehr in der Saarbrücker Innenstadt.

Lag es an hohen Mieten oder war die Lage aufgrund zahlreicher weiterer Fitness-Clubs in der näheren Umgebung (davon mehrere ebenfalls in der Bahnhofstraße) Schuld für das Aus?

Blick von der Bahnhofstraße auf das nun geschlossene Fitness-Studio. Foto: Daniel Kirch

Nein, versichert Fitness First-Sprecherin Natalie Buß nun auf SZ-Anfrage: „Die Miete war der Lage angemessen.“ Auch die Mitgliederzahl sei „in Ordnung“ gewesen. Die große Zahl weiterer Fitness-Studios sei auch nicht Schuld: „Konkurrenz belebt das Geschäft und es gibt sie in jeder Stadt, in der wir mit unseren Clubs vertreten sind.“

Was also dann? „Wir überprüfen die Standorte unserer Clubs regelmäßig. Seit der Gründung der LifeFit Group, zu der auch Fitness First gehört, konzentrieren wir uns noch stärker auf Metropolregionen in Deutschland“; nennt Buß als Erkläruung. Seit November gehöre auch „smile X“ zur LifeFit Group. Dieser Anbieter sei führend im Raum Saar-Pfalz. Einige Fitness First Clubs seien daher in smile X Clubs umbenannt worden. Im Saarland gibt es in Merzig, Saarlouis, Riegelsberg, Merchweiler, Homburg und Blieskastel Smile X-Studios.

„In Saarbrücken war es der Fall, dass der Mietvertrag zwischen dem Betreiber des Gebäudes und Fitness First in naher Zukunft ausgelaufen wäre. Dies haben wir intern zur Prüfung des Standortes genutzt und uns für eine Schließung entschieden. Durch unsere smile X Filialen in der Region können wir einer Vielzahl unserer Mitglieder allerdings eine adäquate Trainingsalternative bieten“, sagt Sprecherin Buß. „Wir freuen uns, dass nahezu alle Mitarbeiter unser Angebot, in eine andere Fitness First Filiale oder ein Partnerstudio zu wechseln, angenommen haben.“

Foto: Daniel Kirch

Was passiert nun mit dem leerstehenden Gebäude in der Bahnhofstraße, das der Saarbrücker Immobiliengruppe Schneppendahl gehört? „Wir befinden uns derzeit noch in Verhandlungen und können daher noch keine näheren Auskünfte geben“, sagt Prokurist Jürgen Lichterfeld auf SZ-Anfrage. Voraussichtlich Ende Januar solle feststehen, wie die Immobilie weiter genutzt wird.