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Beruf und Berufung
Die Feuerwehr ist Folkrat Eckhardts Beruf – und  sein Hobby

Auersmacher. Von Heiko Lehmann

Im zarten Alter von 13 Jahren ging Folkrat Eckardt zum ersten Mal zu einer Übung der Freiwilligen Feuerwehr Auersmacher. „Meine drei Brüder waren damals in der Feuerwehr, also bin ich auch hin. Wenn die drei im Kirchenchor gewesen wären, würde ich heute wahrscheinlich singen“, sagt der 53-Jährige und lacht.



Bei der Barbarafeier des Auersmacher Löschbezirkes wurde Folkrat Eckhardt in diesem Jahr für seine 40-jährige Feuerwehrzugehörigkeit geehrt. „Es hat mir von Anfang an unglaublich viel Spaß gemacht, und schon nach wenigen Jahren wusste ich, dass Feuerwehrmann mein Beruf werden muss“, erklärt der Oberlöschmeister der Saarbrücker Berufsfeuerwehr. Er mag die enge Zusammenarbeit von Jung und Alt, sowohl bei der Berufsfeuerwehr als auch bei der Freiwilligen Feuerwehr Auersmacher – wo er sich in seiner Freizeit engagiert, ebenfalls als Oberlöschmeister.

„In den Löschbezirken wird Hand in Hand gearbeitet, egal wie alt oder jung jemand ist. Das ist in einem Fußballverein nicht so, da hat jeder seine Mannschaft, je nach Alter und Leistung“, sagt Folkrat Eckardt, der chronisch gut gelaunt ist und überall mit anpackt, wo ihn seine Feuerwehrleute brauchen.

Doch der 53-Jährige kennt auch die Schattenseiten der Feuewehrarbeit. Dazu gehören der Wohnungsbrand mit vier Toten Anfang Dezember in Saarbrücken und schwere Verkehrsunfälle in der Gemeinde Kleinblittersdorf. „Man erlebt Schicksale und sieht Bilder, die schrecklich sind. Das sind sehr harte Situationen, und man träumt auch davon“, sagt Folkrat Eckhardt: „Nach solchen Einsätzen ist die Nachbereitung ganz wichtig. Man muss mit den Kameraden zusammen über diese Vorfälle reden. Das machen wir in Auersmacher und in Saarbrücken. Man braucht auch starke Freunde und eine starke Familie. Als Berufsfeuerwehrmann werden solche Situationen mit der Zeit etwas leichter, da man sie quasi ständig erlebt. Auf dem Land in den Löschbezirken sind solche Einsätze eher selten und von daher viel belastender für die Kameraden.“ Bei der Barbarafeier gab’s folgende Beförderungen: Dominik Roden und Peter Pfeiffer wurden Feuerwehrmänner. Philipp Dahlem, Matthias Krauser, Nico Moser und Vincent Nickles wurden Oberfeuerwehrmänner. Silvia Hector wurde Oberlöschmeisterin. Christian Hoffstetter, Markus Gola und Richard Bock wurden Oberbrandmeister, und Einfried Lang ist jetzt Hauptbrandmeister. Tim Franz und Elias Dincher gehören nun zur aktiven Wehr.