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Deutsch-französische Wärme kehrt zurück

Kommentar : Deutsch-französische Wärme kehrt zurück

Respekt! Andreas Schauer ist ein mutiger Mann, wenn er die größte Sauna- und Themen-Landschaft in der Umgebung wieder öffnet. Es sind nicht nur die Ansteckungsgefahren, die er im Griff haben muss.

Es sind auch die Besucherströme, die es zu leiten gilt. Nach der Insolvenz des Saarbrücker Calypso und der Schließung des Sauna-Bereichs im St. Ingberter „Blau“ freuen sich tausende Wellness-Freunde, dass sie endlich wieder schwitzen können. Und es sind nicht nur die Saarländer: Vor der Corona-Krise waren die Kunden aus Frankreich in den großen Saar-Saunen oft in der Mehrheit. Kommen sie wieder? Und wie ist das Verhältnis der Saar-Wellness-Anbieter in der abgeflauten Corona-Krise zu den lothringischen Freunden? Auf dem Höhepunkt der Krise, als die CDU/SPD-Landesregierung im Verein mit Bundes-Innenminister Horst Seehofer (CSU) die Grenze wegen der angeblich erhöhten Ansteckungsgefahr durch die Nachbarn abriegelte, war die Liebe abgekühlt. So besteht nun in der Rilchinger Sauna die Chance, auch die deutsch-französischen Beziehungen aufzuheizen. Wenn die Franzosen sich dabei auf die deutsche Sauna-Kultur einließen und im Schwitzkasten Schwimmkleider und Bademäntel ablegen würden, fielen die letzten Grenzen. Schließlich waren die Franzosen vor 50 Jahren am Plage von Pampelonne auch nicht so prüde.