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TBS Saarbrücken erwartet TuS Herrensohr
Derby-Fieber und Platzangst-Gefahr

Herrensohrs Jan Brinkmann sagt: „In der engen Halle müssen wir hellwach sein und Vollgas geben.“
Herrensohrs Jan Brinkmann sagt: „In der engen Halle müssen wir hellwach sein und Vollgas geben.“ FOTO: Andreas Schlichter
Saarbrücken. In der Basketball-Oberliga steht in der Mügelsberghalle an diesem Sonntag um 16 Uhr das Saarbrücker Lokalduell auf dem Spielplan. Der abstiegsbedrohte TBS Saarbrücken erwartet den Tabellendritten TuS Herrensohr. Von David Benedyczuk

Es ist Derby-Zeit in der Basketball-Oberliga: An diesem Sonntag um 16 Uhr empfängt der TBS Saarbrücken den TuS Herrensohr in der Sporthalle Mügelsberg. Das Lokalduell des Aufsteigers mit dem Tabellendritten wird in jedem Fall eine enge Sache. Alleine deshalb, weil der Zuschauerandrang in der kleinen Heimstätte des Liga-Neulings größer ausfallen dürfte, als es sonst bei Heimspielen der Saarbrücker der Fall ist. „Es wird sicher ziemlich eng zugehen. Ich werde auch noch mal mit dem Hausmeister reden, ob er nicht zwei, drei Bänke mehr aufstellt“, sagt TBS-Spielertrainer Fred Addae. Er ergänzt: „Wenn es so richtig eng wird, stellt sich ja auch immer eine besondere Atmosphäre ein.“


Eng geht es auch in der Tabelle zu. Vor allem dem TBS Saarbrücken würden Punkte gut zu Gesicht stehen, um sich die aufstrebende Konkurrenz im Abstiegskampf vom Leib zu halten. Der Aufsteiger hat mit sechs Siegen und acht Niederlagen den Klassenverbleib noch nicht sicher. Schlusslicht TuS Treis-Karden, wo die Saarbrücker am letzten Spieltag antreten, liegt nur zwei Siege zurück. Die SG Roden-Dillingen II hat als Zehnter und Vorletzter durch den 92:69-Erfolg am vergangenen Sonntag gegen die SG Dürkheim-Speyer II ebenfalls Boden gutgemacht. Die SG ist bis auf einen Sieg an den TBS herangerückt. Wobei die Saarbrücker den direkten Vergleich mit Roden-Dillingen II für sich entschieden haben (78:70 und 89:78).

Der Liga-Neuling war am vergangenen Wochenende spielfrei. Eine laut Addae gern gesehene Pause. „Das war gar nicht schlecht, um nach der unnötigen Niederlage gegen Nieder-Olm den Kopf freizubekommen“, erklärt der Spielertrainer. Im Heimspiel gegen die Rheinhessen hatte der TBS durch die 67:72-Niederlage einen vorentscheidenden Schritt zum Klassenverbleib verpasst. Auch das Hinspiel beim TuS Herrensohr ging verloren: Im Oktober siegte der TuS im Sportzentrum Dudweiler vor wie gewohnt stimmungsvoller Kulisse mit 81:63. An diesem Sonntag im Rückspiel wollen die Gäste auch die Mügelsberghalle erobern. „Ich hoffe, dass viele unserer Anhänger zum Spiel kommen und uns dort unterstützen“, sagt TuS-Kapitän Jan Brinkmann vor dem Stadt-Derby, das Herrensohr dank des jüngsten 99:77-Erfolgs bei der SG Speyer-Schifferstadt gestärkt in Angriff nimmt. „Wir freuen uns auf das Derby“, betont Brinkmann, mahnt aber zugleich zur Vorsicht: „In der engen Halle müssen wir hellwach sein und Vollgas geben. Der TBS Saarbrücken spielt als Aufsteiger eine gute Runde und hat zu Hause schon für einige Überraschungen gesorgt.“



Eine solche, nämlich einen Sieg gegen den favorisierten TuS Herrensohr, peilen die Gastgeber auch an. „Das wird ein hart umkämpftes Spiel und heißes Duell. Beide Mannschaften kennen sich bestens. Wir haben aus dem Hinspiel noch was gutzumachen und rechnen uns zu Hause definitiv Chancen aus“, sagt Addae. Die Voraussetzungen seien jetzt deutlich besser: So war Center Edouard Diouf (zuvor Baskets 98 Völklingen), der mit im Schnitt 16 Punkten zu den besten Oberliga-Schützen zählt, im Hinspiel noch nicht dabei. Zudem fehlte da dem TBS mit Jamal Habba eine weitere Stütze. Beide stehen diesmal bereit, was auch für den lange vermissten Spielertrainer gelten könnte. Addae war zuletzt krank außer Gefecht gesetzt, nun deutet sich seine Rückkehr an. „Ich habe diese Woche wieder mittrainiert und werde spontan entscheiden – vielleicht reicht es für ein paar Minuten“, kündigt er an.