Saar 05 bangt um Masters-Teilnahme: Der verdammt schwere Weg zum Masters

Saar 05 bangt um Masters-Teilnahme : Der verdammt schwere Weg zum Masters

Vergangene Hallensaison stellte Saar 05 einen Punkterekord auf. In der laufenden Runde bangen die Saarbrücker um die Masters-Teilnahme.

Mit 201,15 Punkten gelang dem SV Saar 05 Saarbrücken in der vergangenen Hallensaison ein Rekord. Nie zuvor sammelte eine Mannschaft auf dem Weg zum Volksbanken-Hallenmasters des Saarländischen Fußball-Verbandes mehr Zähler. Der Oberligist schaffte souverän die Qualifikation zum Masters-Endturnier in der Saarlandhalle, das der Liga-Rivale FC Wiesbach gewann. Am 28. Januar könnte das Masters in der Saarlandhalle diesmal ohne die Saarbrücker stattfinden. Denn nach 24 von 52 Qualifikations-Turnieren sind sie mit 25,5 Punkten mehr als 15 Zähler von einem Qualifikationsplatz entfernt.

Der Saar-05-Vorsitzende Frank Seibert gibt sich kämpferisch. Er sagt: „Wir werden noch einmal alles versuchen, um wieder zum Masters zu kommen – auch wenn es wohl verdammt schwer wird.“ Das Problem: Seine Akteure spielen zwar noch bei drei Qualifikationsturnieren mit – doch die sind allesamt hochkarätig besetzt.

Heute Abend greift der Oberligist bei seinem eigenen Turnier um den Sparda-Bank-Cup in der Joachim-Deckarm-Halle wieder ins Masters-Geschehen ein. Mit 80 Wertungspunkten (WP) ist es das bestbesetzte der Hallenrunde vor den Veranstaltungen von Borussia Neunkirchen (72 WP) und des SV Auersmacher (71, WP). Bei diesen beiden Turnieren spielen die Saarbrücker auch noch mit.

„Dass wir wieder so ein gutes Turnier auf die Beine gestellt haben, darauf sind wir schon stolz. Wir sind im Südsaar-Kreis das einzige Turnier, bei dem sowohl auf Kunstrasen wie auch mit einer Rundum-Bande gespielt wird“, erklärt Frank Seibert. Das kommt bei den Teilnehmern gut an. Während andere Clubs Probleme haben, genügend Mannschaften zu finden, mussten die Saarbrücker drei Vereinen, die mitkicken wollten, absagen. Denn mehr als 24 Mannschaften sollten nicht mit dabei sein. „Denn dass wird dann unter der Woche abends zu spät“, erklärt Seibert.

Sollte Saar 05 noch auf den Masters-Zug aufspringen wollen, müssten die Saarbrücker beim eigenen Turnier zumindest ins Endspiel kommen – sonst könnte der Abstand zu den Qualifikationsplätzen zu groß werden. Neben den 05ern zählen Oberligist Eintracht Trier sowie zahlreiche Top-Mannschaften aus der Saarlandliga zu den Titelkandidaten. Ein Finaleinzug beim eigenen Turnier wäre für die Saarbrücker auch gut für das Selbstvertrauen. Denn die Hinrunde in der Oberliga lief alles andere als erfreulich. Als Tabellenvorletzter ist der Traditionsverein akut abstiegsgefährdet. Je nach Anzahl der Absteiger beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer acht Punkte. „Wir haben es in der Hinrunde leider nicht geschafft, aus vielen guten Fußballern eine Mannschaft zu formen. Zu oft standen bei einigen Akteuren eigene Interessen vor denen der Mannschaft“, sagt Seibert. Deshalb wird sich der Kader verändern.

Vor Weihnachten hatte Trainer Timon Seibert angekündigt, dass es nach dem Jahreswechsel Abgänge geben wird. Ein erster steht jetzt fest. Mittelfeldspieler Markus Schmitt kehrt in seine Heimat nach Ludwigshafen zurück. Der 25-Jährige will dort eine Ausbildung beginnen und fußballerisch kürzer treten. Schmitt stand in der Hinrunde zwölf Mal in der Startelf und wurde vier Mal eingewechselt. „Eventuell kann es sein, dass noch zwei, drei weitere Spieler gehen. Hier ist aber noch nichts spruchreif“, sagt Frank Seibert. Namen wollte er keine nennen.

Um den Kader zu verstärken, sind Zugänge geplant. Das Transferfenster ist bis zum 31. Januar geöffnet. Ein Kandidat für einen Wechsel zu den 05ern ist offenbar Mathäus Gornik. Der 29-Jährige spielte in der Regionalliga-Saison 2015/2016 für die Saarbrücker. Er war bis Oktober 2017 Spielertrainer bei Saarlandligist SV Hasborn – und ist seitdem vereinslos. „Er wäre jemand, der uns sofort weiterhelfen würde“, sagt Frank Seibert: „Wir haben mit ihm gesprochen, eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen. Mathäus hat mehrere Optionen. Wir sind eine davon.“

Mehr von Saarbrücker Zeitung