1. Saarland
  2. Saarbrücken

In Dudweiler ist der Unmut groß: Der Schandfleck ist noch immer da

In Dudweiler ist der Unmut groß : Der Schandfleck ist noch immer da

Die Stadt Saarbrücken setzt den Grundstückseigentümer an der Sulzbachtalstraße mit Auflagen unter Druck.

Es war zu Ende des vergangenen Monats, als wir erstmals berichteten über ein gigantisches Altreifen-Lager gegenüber der Turmschule, an der Hauptverkehrsader durch Dudweiler (SZ vom 24. August). Die Bürger fragten sich und fragen sich immer noch, ob man einen solchen Anblick hinnehmen muss. Und ob man den Stadtbezirk eigentlich noch mehr blamieren kann, als durch solch hässliche Haufen. Der Unmut in der Bevölkerung ist groß, weil sich bis dato nichts getan hat, nach wie vor liegen unzählige Reifen auf dem Gelände der ehemaligen Amora-Senffabrik.

Die SZ hat diese Woche nachgefragt bei der Stadt Saarbrücken und über deren Pressestelle folgende Auskunft erhalten: ‚Wir haben den Grundstückseigentümer Ende August schriftlich aufgefordert, binnen vier Wochen dafür zu sorgen, dass  die Altreifen anderweitig gelagert werden, und zwar in Containern oder auf Lkw-Aufliegern, die mit Planen versehen sind. Dabei muss ein Abstand von drei Metern zur Grundstücksgrenze eingehalten werden. Unsere Bauaufsicht kontrolliert, ob das innerhalb der gesetzten Frist umgesetzt wird“, teilt Robert Mertes mit. Und wenn der Grundstückseigentümer  den amtlichen Auflagen nicht nachkommt? Dann, so heißt es aus dem Saarbrücker Rathaus, „muss er mit einer  behördlichen Anordnung rechnen, die auch die Androhung eines Zwangsgeldes enthält.

Die SZ hat gestern auch mit demjenigen Menschen geredet, der die alten Fahrzeugreifen an der Sulzbachtalstraße abgeladen hat. Die Auskunftsfreude  hielt sich jedoch arg in Grenzen, viele Fragen blieben unbeantwortet. Allerdings gab er zu verstehen, dass er den Auflagen der Landeshauptstadt wohl Folge leisten werde. Alles Weitere blieb nebulös. Unsere Zeitung  bleibt auf jeden Fall am Ball.