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| 20:26 Uhr

Kolumne
Der Regen verwirrt den Verstand

FOTO: Robby Lorenz / SZ
War es nicht irgendwann mal normal, dass man im Januar eine Wintermütze tragen musste? Und gab es womöglich früher an Silvester sogar Bodenfrost? Oder ist das alles Irrsinn und der viele Regen trübt einfach unsere Erinnerung?

An Weihnachten ist es mild, aber zwischen den Jahren kommt eine Kältewelle aus dem Norden angerauscht, und am Neujahrstag haben wir dann Eis und Schnee. – So jedenfalls sind meine Erinnerungen an graue klimatische Vorzeiten. Diese Erinnerungen sind natürlich lückenhaft und halten einer objektiven Überprüfung nicht stand. Vermutlich stimmt noch nicht irgendeinmal etwas davon. Aber irgendwie müssen ja solche völlig falschen Bilder in meinen Kopf gekommen sein, zum Beispiel von im Eis festgefrorenen Papphülsen von Silversterraketen oder von grauen, harten Schneeresten am Straßenrand. Ich glaube auch, dass ich vor gefühlt 1000 Jahren in der ersten Januarwoche mal eine neue Wintermütze, die unter dem Weihnachtsbaum lag, ausgeführt habe. Auch etwas in Verbindung mit dicken, gefütterten Stiefeln kommt mir in den Sinn. Und Diskussionen, ob man bei Frost das Auto nicht lieber stehen lassen sollte, denn es könnte glatt werden.

Derzeit hat man eher das Gefühl, über einen See bis ins Büro zu schwimmen, zumal Straßen und Wiesen unter Wasser stehen. Vermutlich hat es auch meinen Verstand komplett verregnet, denn ich sollte dringend meine Erinnerungen von alten Fake News befreien, denn es muss ja wohl eher so gewesen sein: Ich fuhr früher im Januar nie Auto, sondern Boot, ich hatte keine Mütze, sondern einen Regenhut, es waren keine Fell-, sondern Gummistiefel, die Papphülsen waren Bojen, und die grauen Schneereste waren Wasserratten. Gott sei Dank, jetzt stimmt wieder alles im Kopf.