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Der Losheimer Stausee ist ein beliebtes Naherholungsgebiet im Saarland.

SZ-Serie : Losheimer Stausee im prächtigen Winterkleid

Das drittgrößte saarländische Gewässer im Naturpark Saar-Hunsrück ist ein beliebtes Ziel für Ausflüge, Erholung und Sport.

Sommer, Strandbad, Bootfahren, Schwimmen, Tauchen – dies und mehr verbinden wir in der Regel mit dem Losheimer Stausee. Und natürlich mit Open-Air-Veranstaltungen wie „Klassik am See“ oder Rock-Events. Doch auch jetzt in der kalten Jahreszeit, und trotz Corona, bietet sich das Gewässer für einen Ausflug oder Freizeitaktivitäten an.

Nebel wabert in den Wäldern, das Schilf leuchtet, still ruht der See in Losheim. Foto: Thomas Reinhardt

In den letzten Tagen präsentierte sich der Stausee im prächtigen Winterkleid mit Eis und Schnee. Die tauen zwar jetzt allmählich wieder ab, doch noch ist das Wasser von einer dünnen Eisschicht überzogen und am Wochenende und danach wird es laut Wetterbericht wieder deutlich kühler (bis minus zwei Grad) und es soll auch wieder schneien.

Bei unserem Besuch vor zwei Tagen kämpfte sich die Sonne hin und wieder durch die ansonsten dichte Wolkendecke, Nebel waberte in den Wäldern im Naturpark Saar-Hunsrück. Spaziergänger, Wanderer, Jogger und Radfahrer nutzten die Gunst der Stunde auf dem gut vier Kilometer langen Rundweg. Der führt von den Parkplätzen in der Straße Zum Stausee aus zur Tourist-Information am See, dann nach rechts, und am Startpunkt der Stausee-Tafeltour in den Wald und über eine Schleife am Park der Vierjahreszeiten vorbei direkt zum See. Dort geht es ein Stück auf dem breiten, asphaltierten Weg weiter. Von dem kann man schon bald wieder nach links auf den Pfad der Losheimer Tafeltour abzweigen und ein Stück unmittelbar am Wasser entlang wandern. Der Rundweg führt dann etwas vom See weg wieder auf die Asphaltstrecke, es geht nach links, über eine Holzbrücke überqueren wir den Losheimer Bach und gelangen zum Südufer. In einer großen Schleife mit schönen Aussichten führt der Weg wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Ein Teil des Sees ist als Biotop geschützt. Bei unserer Tour konnten wir Enten, Spechte, Amseln, Rotkehlchen und Meisen beobachten. Neben dem Seerundweg locken auch weitere Ausflüge wie die „Garten-Wellness-Runde“ sowie zahlreiche Premiumwanderwege wie die erwähnte Stausee-Tafeltour oder „Der Hochwälder“.

Der landschaftlich reizvoll gelegene See ist mit 31 Hektar nach dem Bostalsee (120 Hektar) und der Talsperre Nonnweiler (99) das drittgrößte Gewässer im Saarland. Er ist rund 1200 Meter lang und bis zu 400 Meter breit und wurde im April 1974 eröffnet, um den Fremdenverkehr in der Region am Rande des Schwarzwälder Hochwaldes zu fördern. Zuletzt lockte das große Freizeitzentrum mit Campingplatz, Öko-Dorf, Seehotel und Restaurants laut Gemeinde jährlich zirka 450 000 Tagesgäste an. Hinzu kämen 50 000 Gästen am Erlebnisbahnhof, rund 50 000 Besucher in den Ortsteilen sowie 120 000 Übernachtungen. Der Tourismus ist zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor geworden.