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De Zoch kött
Der Höhepunkt der Fastnacht rollt an

Die Saarbrücker Faasenacht geht in die entscheidende Phase. Ihr Höhepunkt, der Burbacher Umzug, wirft seine närrischen Schatten voraus. Die Stimmung steigt. Das war auch schon bei der  Weiberfastnacht (unser Bild) am Donnerstag in der Congresshalle deutlich zu spüren.
Die Saarbrücker Faasenacht geht in die entscheidende Phase. Ihr Höhepunkt, der Burbacher Umzug, wirft seine närrischen Schatten voraus. Die Stimmung steigt. Das war auch schon bei der Weiberfastnacht (unser Bild) am Donnerstag in der Congresshalle deutlich zu spüren. FOTO: BeckerBredel
Burbach. Die „Mir sin do“ (MSD) organisiert den Burbacher Umzug und hält sich dabei an ein ausgeklügeltes Sicherheitskonzept Von Andreas Lang

Möglichst unbemerkt von Teilnehmern und Publikum des Burbacher Rosenmontagsumzuges läuft die Sicherheits-Maschinerie rund um den Höhepunkt der Saarbrücker Straßen-Faasenacht. Einem über die Jahre fortgeschriebenen Konzept folgend, das in der Großregion als vorbildlich gilt und dementsprechend umfangreich ist. Und so zählte der Burbacher Umzug im Vorjahr zu den ersten im Land, bei denen Sicherheitsblockaden für Lkw aufzustellen waren. Entweder in Form von massiven Betonklötzen oder von schweren Fahrzeugen.



Der traurige Hintergrund: Größeren Fahrzeugen auf Terrorkurs soll es erschwert werden, auf den närrischen Pulk in Tötungsabsicht zuzurasen. Der Abstand zwischen den Blockade-Elementen ist dabei wie fast alles im Sicherheitskonzept genau definiert. Sie müssen weit genug auseinanderstehen, dass Rettungsfahrzeuge noch durchfahren können, aber eng genug beisammen, um es einem Kleinlaster unmöglich zu machen, Fahrt aufzunehmen.

„Dieses Jahr gab es erstmals seit langem keine neuen Forderungen“, sagt Josef Weiß, Präsident der Burbacher Karnevalsgesellschaft „Mir sin do“ (MSD), die den Umzug seit mehr als 50 Jahren organisiert. Die Kosten seien trotzdem gestiegen. „Wir haben eine Sicherheitsfirma beauftragt, für deren Personal wir den Mindestlohn zahlen – und der ist gestiegen.“

In den vergangenen zehn Jahren sind die Kosten, wie bereits mehrfach berichtet, schier explodiert. Zwar fließe ein Teil der Mehrkosten über städtische Zuschüsse zurück. Doch bleibe für den Verein stets noch ein dicker Batzen an Kosten übrig, der ständig größer werde, so Weiß.

Teil des Sicherheitsapparates ist auch der Rettungsdienst, den das Deutsche Rote Kreuz übernimmt. DRK-Sprecher Frank Bredel: „Der DRK-Kreisverband Saarbrücken um Einsatzleiter Marco Hass hat den Einsatzauftrag für den Rosenmontagsumzug in Burbach für den Sanitäts- und Betreuungsdienst. Wir werden 43 Einsatzkräfte vor Ort haben. Neun Personen in Einsatzleitung und -Führung, zwei Notärzte, 32 Sanitätskräfte, einen Rettungswagen, vier Krankenwagen und zwei Notarztwagen.“  Damit habe das DRK einen Kräfteansatz, der die positiven Erfahrungen der Vorjahre berücksichtigt.

„Wir werden im Zug mit Fußstreifen und an der Strecke mit Sanitätsposten besetzt sein. Über die Querstraßen kann jeder Punkt des Umzugs gut mit Fahrzeugen erreicht werden. Auf dem Burbacher Markt haben wir eine größere Sanitätsstation. Hier können neun Personen  medizinisch betreut werden“, erklärt Bredel weiter.

Der DRK-Kreisverband habe im Vorjahr keine schwerwiegenden  Notfälle registriert, und so lobt Bredel: „Der Burbacher Umzug gilt als eine sehr gut gesicherte  Veranstaltung, wozu auch die Polizei wesentlich beiträgt.“

Mit dem Umzug gehen noch ein paar Beeinträchtigungen einher. So wird die Bundesstraße 51 zwischen dem Dammtor Luisenthal und dem Burbacher Stern ab 10.30 Uhr für den Fahrzeugverkehr gesperrt.

MSD-Präsident Weiß: „Die Zeit wird schon alleine dazu gebraucht, um hunderte Meter von Barrieren entlang der Straße aufzubauen.“ Das betrifft vor allem die letzte Umzugsetappe. Der letzte Linienbus wird gut eine Stunde später die Umzugsstrecke passieren.

Da im Aufstellungsbereich in Rockershausen keine Wendegelegenheiten für die längeren Fahrzeuge gegeben sind, empfiehlt Weiß den Umzugsteilnehmern dringend, aus Richtung Luisenthal in den Aufstellungsraum einzufahren. Wichtig scheint auch der Hinweis darauf, dass außerhalb der Umzugsstrecke für die teilnehmenden Fahrzeuge die Straßenverkehrsordnung gilt.