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Die Nummer eins und drei fallen aus
Der ATSV Saarbrücken geht gebeutelt ins neue Jahr

Theresa Adams fällt mit einer Knieverletzung aus.
Theresa Adams fällt mit einer Knieverletzung aus. FOTO: Wolfgang Scholer/ATSV Saarbrücken / Wolfgang Scholer
Saarbrücken. Der Tischtennis-Zweitligist muss am Doppelspieltag sowohl seine Nummer eins als auch seine Nummer drei ersetzen. Von David Benedyczuk

Mit einem Doppelspieltag startet der Tischtennis-Zweitligist ATSV Saarbrücken an diesem Wochenende in die restliche Saison. Im ersten Spiel des Jahres geht es für den Tabellenvorletzten an diesem Samstag um 15 Uhr im ATSV-Center gegen den sechstplatzierten TTK Großburgwedel, der mit 8:10 Punkten fünf Zähler vor den abstiegsbedrohten Saarbrückerinnen liegt.


Die Voraussetzungen sind vor dem Heimspiel nicht die besten. Neues Jahr, neues Glück – für den ATSV Saarbrücken  trifft das nicht gerade zu. Denn er muss neben seiner etatmäßigen Nummer eins auch seine Nummer drei ersetzen. Topspielerin Na Yin steht nicht zur Verfügung, weil sie ihre Kinder Lisa und Lukas beim „Future Cup“ des Deutschen Tischtennis-Bundes in Bad Blankenburg betreut. Und am vergangenen Dienstag erreichte ATSV-Abteilungsleiter Wolfgang Scholer eine weitere Hiobsbotschaft. „Theresa Adams hat sich beim Skifahren eine Knieverletzung zugezogen und vom Arzt vier Wochen Sportverbot erteilt bekommen“, berichtet der ehemalige Bundesliga-Spieler. Scholer hofft, dass die langjährige Leistungsträgerin nicht länger ausfällt. Mit Blick auf die Partie an diesem Samstag gegen die Großburgwedelerinnen weiß er aber: „Da müsste es jetzt schon sehr gut und fast optimal für uns laufen, um was Zählbares mitzunehmen.“

Die Mannschaft aus Niedersachsen kann mit der gebürtigen Bulgarin Polina Trifonova laut Scholer „eine der stärksten Spielerinnen der Liga“ an Position eins aufbieten. Dijana Holokova an Nummer zwei sei schlagbar. Im Hinspiel, das Großburgwedel mit 6:2 gewann, überzeugte die Serbin aber mit zwei Einzelsiegen und dem Erfolg im Doppel.



Die Saarbrückerin Tanja Helle verlor im Hinspiel gegen Holokova mit 0:3. Durch Na Yins Ausfall rückt sie nun im Rückspiel auf Position  Eins vor. Dahinter werden für den ATSV Saarbrücken Ann-Kathrin Herges und die zwei Jüngsten in der Mannschaft, Carolin Freude und Ann-Sophie Daub, an die Platte treten – so wie im letzten Spiel 2017. Da schnupperte der ATSV Saarbrücken bei der 4:6-Niederlage beim Tabellendritten TSV Langstedt an einem unerwarteten Punktgewinn.

Freude stockte in der Partie in Langstedt dabei ihre Saisonbilanz mit dem Sieg im zweiten Einzel auf 3:3 auf. Danach stand Daub gegen Langstedts Janina Kämmerer dicht vor dem ersten Saisonerfolg. Sie führte im fünften Satz klar, ehe sie doch noch ihre sechste Niederlage kassierte. „Das zeigt, dass sie sich entwickeln und nicht viel fehlt, um konstant mithalten zu können“, erklärt Scholer.

An diese Sonntag ab 14 Uhr spielt der ATSV Saarbrücken beim Tabellenvierten ESV Weil. Die Saarländerinnen verloren das Hinspiel mit  2:6. „Da wäre es vermessen, an einen Punktgewinn zu glauben“, erklärt Scholer.