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Beste Unterhaltung für große und kleine Gäste : Der Applaus wollte kaum mehr enden

Beste Unterhaltung für große und kleine Gäste : Der Applaus wollte kaum mehr enden

Ordentlich Betrieb herrschte beim Weierwiesfest mit kleinen und großen Jubiläen im Stadtteil Neuweiler.

War es der erfrischende Wind, der die große Sommerhitze etwas erträglicher machte? Oder war es das abwechslungsreiche musikalische Programm? Vermutlich zog die Mischung aus beiden Elementen das Publikum am vergangenen Wochenende so zahlreich zur Festmeile an die Weierwiesschule. Was 2014 begann hat sich zwischenzeitlich als fester Programmpunkt im Sulzbacher Veranstaltungskalender etabliert. Das im ersten Jahr nur einen Tag dauernde Fest wurde schnell auf zwei Festtage ausgedehnt. Eine richtige Entscheidung, wie der Zuspruch der Gäste zeigt, denn die Freiluft-Fete erfreut sich wachsender Beliebtheit.

Zwei Tage lang feierten die Neuweiler Bürger wieder im Hof der Schule in der Brennender-Berg-Straße ihr Fest, das der örtliche Obst- und Gartenbauverein (OGV) und die Sängervereinigung Neuweiler (SVN) zum fünften Mal gemeinsam auf die Beine gestellt hatten. Schatten spendende Pavillons, und große Sonnenschirme luden zum gemütlichen Verweilen ein. Wie es sich für einen Gartenbauverein gehört, waren die Tische hübsch mit frischen Blumen geschmückt.

Schon bei der Eröffnung am Samstag sorgten viele musikalische Beiträge für die richtige Stimmung. Zum Auftakt bliesen die Jagdhornbläser und der gemischte Chor der Sängervereinigung präsentierte unter Chorleiterin Natalya Chepelyuk Auszüge aus seinem Repertoire. Dabei luden die etwa 40 Sängerinnen und Sänger ausdrücklich zum Mitsingen ein, was vom Publikum gerne genutzt wurde. „Kein schöner Land in dieser Zeit“ passte hierbei besonders gut.

Der Schirmherr, Reinhold Jost, Minister für Umwelt und Verbraucherschutz, der am Samstag das Fest offiziell eröffnete, zeigte sich begeistert von der Feststimmung. „Ich komme immer wieder sehr gerne hierher. Und bei insgesamt drei Jubiläen, wie dem 140-jährigen Bestehen der Sängervereinigung, davon fünf Jahre als gemischter Chor und dem nun fünften Weierwiesfest gibt es Grund genug, mit Ihnen gemeinsam zu feiern“, freute er sich bei seiner Begrüßung. „Ich bedanke mich für die tolle Arbeit für Ihre Vereine, aber auch für die Menschen dieser Stadt.“ Mit Party-Hits, Schlagern und Oldies unterhielten zu späterer Stunde „Die Bachspatzen“ aus Friedrichsthal das Publikum bis in die Nacht des ersten Festtages. Schnell wurden die Sitzplätze knapp und die Veranstalter mussten mehrmals noch weitere Bänke und Tische organisieren und aufbauen. Die Begeisterung der Gäste war groß, die Stimmung ausgelassen und der Applaus wollte gar nicht mehr enden.

Dabei blieb niemand hungrig oder durstig. So bildeten sich an der Bonkasse mitunter kleine Warteschlangen, vor allem am Sonntag, als „Gefüllte und Kraut“ lockten. Neben den üblichen Getränken, gegrillten Würstchen und Pommes ließen die Cocktailbar sowie die mit köstlichen Kuchen und Torten gefüllten Kühlschränke keine Wünsche offen.

Auch Beate Gottfreund aus Dudweiler war mit ihrer Familie und dem befreundeten Eberhard Fried aus Neuweiler gekommen, und alle genossen das gemütliche Beisammensein. „Als ehemalige Neuweilerin darf ich mir dieses schöne Fest natürlich nicht entgehen lassen“, erklärte sie gut gelaunt. „Wir haben die etwas milderen Temperaturen ausgenutzt, um mal wieder raus zu gehen und finden es toll hier.“

Am Sonntag startete das Fest mit dem Frühschoppen um 10 Uhr und dauerte bis zum späten Abend. Der Frauenchor St. Ingbert und der Männergesangverein der Stadtwerke Saarbrücken (beide unter der Leitung von Natalya Chepelyuk) sowie der gemischte Chor Thalia Dudweiler (Leiter: Engelbert Löb), die „Hofer Pänz-Sänger“ und die Line-Dance-Gruppe des Kneippvereins gaben ihr Bestes, um das Publikum mit beschwingten Vorträgen zu unterhalten. Der erste Vorsitzende der Sängervereinigung, Hubert Dörrenbächer, äußerte sich rundum zufrieden: „So viele Gäste  wie in diesem Jahr hatten wir bisher noch nie. Rund 35 Helfer aus beiden Vereinen waren am Wochenende im Einsatz, um beim Auf- und Abbau und an verschiedenen Stationen das Programm zu stemmen. Im nächsten Jahr werden wir ganz bestimmt wieder am letzten Juli-Wochenende unser Fest feiern.“ Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass immer mehr Traditionsfeste wegen Nachwuchs- und Helfermangels oder wegen immer strengerer Auflagen aufgeben müssen. So bleibt zu hoffen, dass  es noch lange heißt: „Auf nach Neuweiler - zum schönen Weierwiesfest! Denn auf dem Hof versteht man zu feiern.“