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Stadtteilbesuche der Oberbürgermeisterin: Das wünschen sich die Anwohner

Stadtteilbesuche der Oberbürgermeisterin : Das wünschen sich die Anwohner

Auf ihrer Tour durch die Stadtteile machte Charlotte Britz dieses Mal auf dem  Eschberg Station

Ein heftiger Regenguss ließ den Stadtteilrundgang der Oberbürgermeisterin Charlotte Britz über den Eschberg am Donnerstag zum Kurztrip werden, der schon am Startpunkt Brandenburger Platz sein Ende fand – zumindest, was den eigentlichen Rundgang anging. Der Platz selber war vor Ort zunächst Thema. „Wassergebundene Decke“ heißt der ungeliebte Split-Belag im Verwaltungsdeutsch und die Stadtverordnete Edith Eckert erklärte, warum niemand gerne über diesen Belag läuft: „Ständig hat man anschließend kleine Steinchen in den Schuhen.“ Außerdem befänden sich zwischen den Steinchen oft Glasscherben. „Größere Scherben kann man doch mal aufheben“, warf Britz ein. Kleinste Glas-Fragmente sind aber wohl unmöglich aus dem Splitbelag heraus zu bekommen. Britz musste in diesem Fall den Ball zurückspielen. Die Verwaltung könne zwar  Alternativen zum Split-Belag erarbeiten und Kosten ermitteln. Ob das notwendige Geld dann aber investiert wird, müsse der Stadtrat entscheiden.

Der Bau-Ausschuss des Stadtrates hat übrigens zuletzt Grünes Licht gegeben, dass eine erste der gewünschten Rampen gebaut werden kann. „Nächstes Jahr geht es los“, so Eckert. Und zwar am Brandenburger Platz hinauf zur katholischen Kirche. Der Sinn des Projektes ist klar: Oberhalb des Platzes befinden sich der Park, der Eschberger Hof und das Seniorenheim. Bisher gibt es nur Treppen und steile Wege, die mit Rollatoren oder gar Rollstühlen unmöglich zu erklimmen sind – die Rampen sollen dies verbessern. Auch Richtung Schlesienring wünschen sich die Bürger eine solche Rampe, wo bisher auch nur eine steile Treppe hinauf und hinab führt. Gerade als die Gruppe dies genau erörtern wollte, kam der große Regen. „Ab in den Bürgertreff“, hieß es also wenig später.

Auch hier der Brandenburger Platz  Thema. Wo ein Großteil der Geschäftsleute inzwischen aufgegeben hat. Um den Platz wieder attraktiver für Kaufleute und Kunden zu machen, wünschen sich die Eschberger die Anbindung an das Liniennetz. Sei es auch nur ein Kleinbus. Ob dazu, wie bisher favorisiert ein Trägerverein gegründet werden muss, oder das Vorhaben im Linienplan festgeschrieben werden kann?

Verbessert werden sollen aber schon bald Wege und Beleuchtung im Bereich des Bürgertreffs unterhalb der Grundschule. Sorgen bereitet auch der Container-Sammelplatz am Brandenburger Platz. Dort werden unerlaubter Weise nämlich auch Gelbe Säcke und anderer Unrat abgestellt. Was Raben und Ratten anzieht. „Man könnte mit Plakaten darauf hinweisen, dass Gelbe Säcke auch kostenlos im nahen Wertstoffhof abgegeben werden können“, erarbeiteten Ecker und ZKE-Experte Klaus Faßbender, nachdem eine Sammelstelle für Gelbe Säcke in einer Box als schlechte Lösung ausgeschieden war.

Wünsche haben auch die regen Boulespieler auf dem Eschberg: Zum Beispiel eine öffentliche Toilettenanlage, sofern der Eschberger Hof nicht wieder verpachtet wird. Kostet aber viel Geld, und scheint unwahrscheinlich. Und sollte das Lokal wieder öffnen, baten die Boulespieler darum, dass die gelegentliche Nutzung des Pavillons beim Spiel- und Turnierbetrieb für die Bouler im Nutzungsvertrag mit dem Pächter festgeschrieben wird.  

Im August Besucht Britz noch Güdingen, Gersweiler und Dudweiler.