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Kultur
Applaus entschädigt für die Proben

   Amélie, Aurelia und Elias Kalla (v.l) wurden Landessieger bei „Jugend musiziert“ in der Kategorie Klavierkammermusik.  
Amélie, Aurelia und Elias Kalla (v.l) wurden Landessieger bei „Jugend musiziert“ in der Kategorie Klavierkammermusik.   FOTO: Iris Maria Maurer
Saarbrücken. In loser Folge stellt die SZ die Sieger des Landeswettbewerbes „Jugend musiziert“ aus dem Regionalverband vor – heute: das Klavierkammertrio der Geschwister Kalla. Von Iris Maurer

Die Geschwister Elias (12), Amélie (10) und Aurellia (9) spielen alle hervorragend Klavier. Doch Elias hat es zu seinem Hauptinstrument erhoben. Neben dem Klavier spielt er auch Bratsche, ein Streichinstrument, wie auch seine jüngeren Schwestern eines spielen: Aurellia übt seit fünf Jahren Cello und Amélie ebenso lange Geige. Perfekte Voraussetzungen, um Klavierkammermusik zu machen. Auch deshalb, weil Mama Yvonne Kalla selbst Musikerin ist und an der Musikschule Püttlingen Geige unterrichtet. Die Musik liegt den Kalla-Kindern quasi in den Genen. Schon der Großvater war Musiker und erster Leiter der Püttlinger Musikschule.


Begeistert haben sie für den Landeswettbewerb geübt, zusammen mit ihrer Trio-Lehrerin Marie Colombat. Eine Mozart-Sonate und „Hornpipe“ von Frank Bridge waren die Stücke, mit denen die Geschwister die Fachjury auf der Konzertbühne begeistern konnten. Aufgeregt waren sie nicht, denn sie waren gut vorbereitet.

So ernteten sie die Früchte monatelangen Übens mit einer hohen Bewertung: 24 von 25 Punkten erhielten sie und waren damit Landessieger in ihrer Kategorie.



Die drei jungen Musiker werden seit fünf Jahren von der „Dr. Monika-Meisch-Stiftung“ gefördert. Auch das ist ein Grund für die Motivation täglich zu üben. Ebenso wie der Konzert-Euro, den die Kinder nach jedem Auftritt von den Eltern bekommen. Spaß macht es aber vor allem, weil sie ein positives Echo mit viel Applaus erhalten. Dafür stehen die drei Kalla-Kinder auch gern mal etwas früher auf, um Musik zu machen. Schon vor der Schule um 7 Uhr finden sie in ihrem Musikzimmer zusammen, um dann etwa 40 Minuten lang zu üben. „Das hat sich wie das Zähneputzen verfestigt“, sagt Yvonne Kalla.