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Das Saarbrücker Totobad ist 60 Jahre alt.

Freibadsaison : Das Totobad begeistert seit 60 Jahren

Mitte Mai startet in den meisten Freibädern im Regionalverband Saarbrücken die Sommersaison.

Liebeserklärungen ans Totobad gab und gibt es viele. Das mag daran liegen, dass viele Menschen hier wundervolle Sommer verbracht, sich vielleicht dort nicht nur ins Bad selbst verliebt haben. Für den Förderverein des Schwarzenbergbads, wie das größte Saarbrücker Freibad offiziell heißt, ist es aber auch die „herrliche Lage in einem ausgewiesenen Landschaftsschutzgebiet mit altem Baumbestand“, die zum Schwärmen verleitet. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gmacht, das zu verhindern, was immer mal wieder auftaucht wie ein Ungeheuer: die drohende Schließung des Bades.

Die Saarbrücker Bädergesellschaft sieht im Schwarzenbergbad auf dem Rotenbühl ein „kultverdächtiges Freibad“. Es wurde 1959 von der Totogesellschaft errichtet und der Stadt für eine symbolische D-Mark geschenkt, wie der Förderverein sich erinnert, um „für alle Zeiten eine Pflegestätte edlen sportlichen Wettstreites zu bleiben und der Gesamtheit der Bevölkerung zu dienen“, wie es bei der Einweihung hieß. Das Bad diene der Gesundheitsprävention und „Freizeitgestaltung vor allem für Menschen, die sich keinen Urlaub leisten können, insbesondere für ältere und jüngere Menschen und Familien mit schmalem Geldbeutel“, erklärt der Förderverein. Das Ganze nicht nur für die Saarbrücker, wie die Bädergesellschaft erklärt: „Auch Badegäste aus dem nahegelegenen Frankreich freuen sich in den Sommerferien auf den Badespaß im sogenannten Totobad.“

Dieser Sprungturm ist längst abgerissen. Foto: Stadtarchiv/Stadtwerke
Wie hier 2005 kämpften Bürger immer wieder für ihr Bad. Foto: Becker&Bredel/BUB
Der Sprungturm im Totobad. Foto: Stadtwerke Foto: Stadtwerke
2015 gab es das erste Hundeschwimmen im Totobad. Foto: BeckerBredel/BeckerBredel/ck
Auf Initiative des Fördervereins Totobad Saarbrücken e.V. gestalten Graffitikünstler 2007 eine Außenwand. Foto: Oliver Dietze
Manchmal sorgt der Ansturm für Verkehrsprobleme, die (wie hier im Sommer 2017) geregelt werden müssen. Foto: Heiko Lehmann

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