Das Saarbrücker Café Exodus wird 25 Jahre alt

Saarbrücker Jugendclub : Das Café Exodus feiert 25. Geburtstag

Saarbrücker Jugendclub hat bewegte Zeiten hinter sich. Am Samstag gibt’s die Jubiläumsfete.

Seit 25 Jahren ist das Café Exodus eine Anlaufstelle für Jugendliche in der Saarbrücker Innenstadt. Dieses Jubiläum feiert der Jugendclub am Samstagnachmittag mit einem Empfang und am Samstagabend mit jeder Menge Musik. Bei einem Konzert anlässlich des 25. Geburtstages treten die Saarbrücker Bands Monotoni, Manuel Sattler und Band, Texaskrows und Dr. Geek and the Freakshow auf. Das Jubiläumskonzert ist im Jugendzentrum Försterstraße. Organisiert haben es Jugendliche des Exodus’, nämlich der Arbeitskreis Rock.

Dass das Exodus einmal sein 25-jähriges Bestehen feiern wird, hatte vor einigen Jahren niemand gedacht. Damals stand die Existenz des Jugendtreffs auf der Kippe. Das Bistum Trier, Träger Café Exodus, kündigte im Jahr 2010 an, das Jugendzentrum schließen zu müssen. Damals schickten Bürger Protest-Briefe an das Bistum Trier. Außerdem gab es eine Petition der Stadtratsfraktionen und Diskussionen mit dem Bischof über die Zukunft der Jugendeinrichtung. Ein Förderverein wurde gegründet. Die Stadt und der Regionalverband stiegen in die Finanzierung ein. Das Exodus wurde gerettet. Heute ist die Finanzierung bereits bis zum Jahr 2023 gesichert. 

Doch Ende 2015 musste der Jugendtreff eine weitere Krise meistern. Die prägende Figur des Exodus’, Martin Bauer, verstarb unerwartet. „Damals herrschte eine große Erschütterung“, sagt Gemeindereferent Maximilian Schmitt. Aber der tragische Tod von Bauer löste auch ein großes Engagement aus. „Viele Ehemalige des Exodus’ kamen damals wieder vorbei und halfen mit. Alle zusammen haben versucht, das zu stemmen“, sagt Schmitt. Die Idee und Seele des Jugendclubs, so wie Bauer ihn geprägt hat, lebe weiter. „Mitbestimmung und Kulturarbeit machen das Café Exodus aus“, so Schmitt. Die Kombination aus offenem Treff und einer gewissen Verbindlichkeit durch die Arbeitskreise kennzeichnen die Arbeit mit den Jugendlichen.

Man wolle den jungen Menschen einen Ort bieten, wo ihnen zugehört wird und sie sich entfalten können. „Viele sagen später, dass das Exodus sie sehr geprägt hat und dass sie ohne den Treff nicht das geworden wären, was sie heute sind“, sagt der Gemeindereferent.

Die Jubiliäumsfeier beginnt am Samstag, 21. September, um 16:30 Uhr im Café Exodus in der Johannisstraße 9 mit einem Empfang und Musik. Anschließend wird mit dem Jubiläumskonzert im Jugendzentrum Försterstraße weitergefeiert. Einlass ist um 19 Uhr, Beginn ist um 20 Uhr. Karten fürs Konzert gibt es im Vorverkauf für fünf Euro im Café Exodus und für sieben Euro an der Abendkasse.