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Das Ludwigsparkstadion zeigt, dass in Saabrücken alles möglich ist.

Ludwigsparkstadion : Saarbrücken ist pure Magie

Diese Woche habe ich mich entschlossen, es positiv zu sehen: Saarbrücken ist magisch. In dieser Stadt ist alles möglich, so unglaublich es auch klingen mag. Anlass für meine Übung in positivem Denken war, dass ich beim Aufräumen eine Kolumne gefunden habe, die ich vor fünf Jahren und gut zwei Monaten geschrieben habe, und zwar an dem Tag, an dem im alten Ludwigsparkstadion das letzte Mal Fußball gespielt wurde.

Fans hatten aus diesem Anlass ein Plakat aufgehängt. Darauf war ein Torwart zu sehen, der vor seinem Tor im Ludwigspark steht – im Flutlicht und im Regen, wie die Fans im Hintergrund auch. Fußballexperten haben mir damals gesagt, dass der Torwart Dieter Haßdenteufel sein muss. Das Foto hat Ferdi Hartung gemacht, vermutlich 1963.

Fans und Fußballer, die im Regen stehen. Klar, das war eine klasse Vorlage für den Blick in die Zukunft. Würde es den Sportlern ergehen wie der Kultur? Würde wie beim Museumspavillon dann auch beim Stadion doch alles teuerer und am Ende jahrelang über eine Baustelle gestritten werden? Vor fünf Jahren und gut zwei Monaten war mir die Leidenschaft fürs Unvorstellbare in dieser Stadt noch nicht so klar wie heute – und ich schrieb: „Die können nach dem Museum und der Berliner Promenade, die ja auch alles andere als ein Beispiel für eine perfekte Bauleistung ist, nicht auch noch das Stadion versemmeln.“

Aber Saarbrücken ist pure Magie. Da geht alles. Als „Die Fraktion“, die Gruppe der Satire-Organisation „Die Partei“ im Saarbrücker Stadtrat, vor einigen Tagen behauptet hat: „Conradt wird neuer FCS-Trainer! Oberbürgermeister erklärt auch das zur Chefsache.“ Da habe ich deshalb auch nicht ausgeschlossen, dass es sich um etwas Ernstes handelt.