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Tennis
Das Kraftpaket Rüpke triumphiert nach einem wahren Kraftakt

Der Bremer Lars Rüpke gewann das Turnier an der Sportschule.
Der Bremer Lars Rüpke gewann das Turnier an der Sportschule. FOTO: Franz \ Eibner Pressefoto / Peter Franz\Eibner Pressefoto
Saarbrücken. Von David Benedyczuk

Nach einem fast zwei Stunden dauernden Tennis-Krimi lässt Lukas Rüpke nochmal die Muskeln spielen. Er stößt einen Jubelschrei aus, als die Vorhand seines Gegenübers Johann Willems von Tennispark Versmold im Seitenaus gelandet ist. Dann ballt der 24-Jährige die Faust und zeigt dem Publikum seinen durchtrainierten Bizeps. Das Bild passt zum Verlauf des Finaltags. Denn mit einem wahren Kraftakt hat sich das Kraftpaket vom Club zur Vahr aus Bremen den Sieg bei der 34. Auflage des Bank-1-Saar-Cups an der Saarbrücker Hermann-Neuberger-Sportschule gesichert.


Vor dem hart erkämpften 6:7-, 6:3- und 14:12-Erfolg gegen Vorjahresfinalist Willems im Match-Tiebreak hatte Rüpke schon im Halbfinale über die volle Distanz gehen müssen. Der an Position fünf gesetzte Bremer bezwang Tim Heger vom TC Wiesloch mit 6:7, 6:3 und 10:8. Das zweite Halbfinal-Spiel zwischen Willems und dem früheren Davis-Cup-Spieler Daniel Masur (Tennispark Versmold) war ebenfalls eine enge Sache: Willems gewann mit 10:7 im Match-Tiebreak. Der topgesetzte Masur war als Nummer 19 der deutschen Rangliste angereist und hatte im Viertelfinale Milan Welte vom Tenniszentrum Sulzbachtal mit 6:1 und 6:2 besiegt. Der Kaderspieler des Saarländischen Tennis-Bunds (STB) spielte trotzdem ein starkes Turnier. Nach einem Zweisatzsieg gegen den Münchner Jeremy Schifris bezwang der 16-Jährige den an Nummer sechs gesetzten Ivan Gomez Mantilla vom TC Tübingen mit 3:6, 7:6 und 10:7.

„Milan hat das herausragend gemacht. Er hat sich gegen einen unangenehmen Gegner vom Rückstand nicht verunsichern lassen und am Schluss taktisch clever gespielt“, lobte Andreas Spaniol. Der STB-Landestrainer blickte generell zufrieden auf das größte Hallenturnier im Saarland zurück: „Das Abschneiden unserer jungen Spieler war erfreulich. Sie haben sich alle auf einem guten Niveau bewegt.“

Das galt speziell für Lars Johann, der wie sein Sulzbacher Clubkollege Welte bis ins Viertelfinale kam. Er hatte in Runde eins für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Der 16-Jährige bezwang den an Position zwei gesetzten Marko Lenz vom TC Pforzheim mit 6:1 und 7:5 – und war selbst erstaunt. „Ich hätte nicht damit gerechnet. Das war eines meiner stärksten Spiele der vergangenen zwei Jahre. Ich habe einerseits befreit aufgespielt, war aber dennoch sehr fokussiert. Ich bin mit dem Turnier an sich natürlich sehr zufrieden“, sagte Johann, der nach dem 6:1 und 7:6 in Runde zwei gegen Dominik Pauli von Iphitos München dann gegen den späteren Turniersieger Rüpke mit 2:6 und 2:6 verlor. „Da war bei mir auch ein bisschen Müdigkeit mit im Spiel. Aber der Gegner war einfach sehr stark“, erklärte Johann.

Julian Müller vom TuS Neunkirchen war in Runde zwei auf Masur getroffen. Er unterlag mit 4:6 und 2:6. Mit Fred Schommer vom TC Rotenbühl Saarbrücken (6:0, 7:6 gegen Niklas Noll vom TC Blau-Weiß Berlin) und seinem Vereinskollegen Marlon Vankan (6:3, 7:6 gegen Robi Tholl vom TC  Blau-Weiß Saarlousi) konnten zwei weitere STB-Nachwuchsakteure ihr Auftaktspiel siegreich gestalten. Für sie war aber in Runde zwei Endstation.



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