| 20:27 Uhr

Neues aus dem Historischen Museum Saar
Darth Vader kommt bei den Besuchern bestens an

Simon Matzerath mit Stormtrooper-Figuren und Darth Vader, bekannt aus den Starwars-Filmen.
Simon Matzerath mit Stormtrooper-Figuren und Darth Vader, bekannt aus den Starwars-Filmen. FOTO: Oliver Dietze
Saarbrücken (jöw) Hat Darth Vader da gerade eben geröchelt? Fast könnte man es glauben, so „lebensecht“ mutet die Figur des dunklen Lords in den Kasematten des Historischen Museums Saar an. Gestaltet hat sie der aus Niederwürzbach stammende Künstler Guidon Messika für die Sonderschau „Saar Wars“, wie Museumsdirektor Simon Matzerath erklärt. Noch bis zum 13. April  sind rund 25 seiner Kreationen im Burggraben des Museums zu sehen. Matzerath ist mit der bisherigen Bilanz sehr zufrieden. „Wir konnten 80 Prozent neue Besucher für uns gewinnen“, sagt der 34-Jährige, der seit gut einem Jahr das Haus in Saarbrücken leitet. Ziel war es, wie er sagt, Menschen anzusprechen, die normalerweise kein Museum besuchen. Manch einer habe Vorbehalte, weil er nicht über entsprechende Vorkenntnisse verfüge. „Bei Star Wars sagen sich aber viele: Da kenne ich mich aus, da fühle ich mich wohl.“ Und tatsächlich hätten viele der neuen Besucher nach der Sonderschau im Keller auch die Sonderausstellung „Prominente“ besucht – und zwar genau so lange Darth Vader und seine Stormtrooper. Das Konzept sei aufgegangen, sagt Matzerath.

Das spiegeln auch diese Zahlen wider: 2017 kamen 32 700 Besucher ins Museum, das sei eine Steigerung um 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Schnitt zählte das Museum eigenen Angaben zufolge jährlich bislang 25 000 Besucher. Allein 82 Schulklassen mehr seien gekommen. Auch in der eher besucherarmen Zeit nach Weihnachten zählte man rund 300 Gäste pro Tag. Und darum stimmte  auch die Kasse: 107 000 Euro nahm man in 2017 durch Eintrittsgelder und den Verkauf im Museumsshop ein.


Im Saarbrücker Burggraben, dessen Gemäuer aus dem teilweise aus dem 14. und 16. Jahrhundert stammen, trifft Science Fiction auf Geschichte. Die karge, teils staubige  Felslandschaft erinnert in Verbindung mit dem Soundtrack zu den Filmen tatsächlich etwas an den Wüstenplaneten Tatooine, wo sich der Jedi-Meister Obi Wan Kenobi als Eremit zurückgezogen hat. Dort wird Luke Skywalker ihn nach einem Hilferuf von Prinzessin Leia aufsuchen und sein Schüler werden. Chewbacca, der haarige Freund von Draufgänger und Schmuggler Han Solo, darf natürlich auch nicht fehlen. Er begrüßt die Besucher als einer der Ersten beim Eingang zu Sonderschau. Auch wenn einen der erste Impuls dazu verführen will:  Anfassen sollte man ihn und die anderen Figuren nicht.

(jöw)