Kolumne: Da wartet viel Arbeit

Kolumne : Da wartet viel Arbeit

In dieser Woche wurde es so richtig ernst mit der Interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ). Denn in Sulzbach konstituierte sich am Donnerstagabend der Ausschuss des Stadtrates, in dem dieses wichtige kommunalpolitische Projekt behandelt wird. Spätestens jetzt, beim 1. Termin des Gremiums, wurde klar, dass die IKZ eine Menge Arbeit mit sich bringt. Und es wurde auch deutlich, dass die vielen Detailfragen denjenigen Räten, die in dem neuen Ausschuss arbeiten und aus den Beratungen dann dem Stadtrat berichten sollen, viel abverlangen werden. Und das gilt ja nicht nur in Sulzbach, sondern auch in den beiden IKZ-Kommunen Friedrichsthal und Quierschied, selbst wenn dort eine Arbeitsgruppe oder Arbeitskreise das Vorhaben voranbringen sollen. Und neben der vielen ehrenamtlichen Arbeit (in Kommunalparlamenten sitzen ja bekanntlich „Feierabendpolitiker“, was auf gar keinen Fall abwertend gemeint ist) ist es auch notwendig, Vertrauen aufzubauen, damit nicht die einen sich von den anderen übervorteilt fühlen.

Da sind dicke Bretter zu bohren und Hindernisse aus diesem steinigen Weg zu räumen. Manch einer wünscht sich wahrscheinlich mittlerweile, dass die Landespolitik ihm die Arbeit abnimmt und eine Verwaltungs- und Gebietsreform umsetzt.

Hier wären zumindest „Profi-Politiker“ am Zuge. Das hat den Charme, dass das Projekt schneller umgesetzt werden kann und vor allem für alle im Land gilt, und nicht jeder für sich im „stillen Kämmerlein“ ein IKZ-Modell bastelt, das nicht übertragbar ist. Es birgt aber auch die Gefahr, dass spezifische Lösungen erschwert werden. Es bleibt spannend.

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