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Claus Schless bemalt Wandersteine und bringt sie zurück in die Natur.

Kleine bemalte Kunstwerke sind bei einem Spaziergang zu finden : Mit Wandersteinen eine Freude bereiten

Claus Schless bemalt gefundene Steine und bringt sie zurück in die Natur, damit sich andere Spaziergänger an den kleinen Kunstwerken erfreuen können.

„Ich bemale schon seit über zwei Jahren Steine“, erzählt Claus Schless. Seinen ersten bunten Wanderstein fand Schless im Norden Deutschlands.

Damals war ihm der Trend noch nicht bekannt. Der 55-Jährige ist seitdem Mitglied in verschiedenen Steingruppen auf der Socialmedia-Plattform Facebook. „Es gibt unzählige Steingruppen im Saarland. Die meisten Mitglieder hat die Gruppe ,Saarsteine’’, in der ich auch aktiv bin“, berichtet Schless. Seit der Corona-Zeit gehen viele Menschen spazieren und verbringen die Zeit in der Natur.

Die bunt bemalten Wandersteine springen Schless schnell ins Auge: „Es geht schon los, wenn ich mit meinem Hund spazieren gehe. Dann suche ich Steine, die ich zu Hause anmalen kann. Das Malen entspannt mich und macht mir Spaß. Danach wildere ich meine Steine aus. Ich finde diesen Trend auch für Familien super“.

Er selbst habe ein kleines Holzhäuschen im Wald in Völklingen entdeckt. Dieses steht auf einem Baumstumpf. „Ich habe in anderen Orten Stein-Tausch-Häuschen entdeckt und fand die Idee super. Man legt einen bemalten Stein hinein und nimmt sich einen weg. Ich habe Schilder bemalt und an dem Baumstamm und Häuschen befestigt. Die Spaziergänger sind alle begeistert und das Tausch-Häuschen kommt gut in der Saarstein-Gruppe an“, so Schless. Negatives Feedback gab es noch keines. Bisher sei bei seinen Spaziergängen immer mindestens ein Stein im Haus: „Manchmal bleiben Steine ein paar Tage liegen, bevor sie getauscht werden. Leer sah ich es aber noch nie.“ Neue Ideen findet der Völklinger immer schön. Vor allem solle das Malen, Auswildern und Finden Spaß bereiten, meint er.