Christoph Fuhr ist der Athletiktrainer des 1. FC Saarbrücken

Saarbrücken : Christoph Fuhr hält Kicker fit und gesund

Der 28-Jährige Sportwissenschaftler ist der Athletiktrainer des 1. FC Saarbrücken und spielt selbst für den FV Bischmisheim.

Für viele saarländische Fußball-Fans und -Spieler waren die vergangenen Wochen gespickt mit Höhepunkten. Der 1. FC Saarbrücken schlug den Bundesligisten 1. FC Köln im DFB-Pokal mit 3:2, verlor allerdings nur wenige Tage später im Regionalliga-Saarderby mit 0:3 gegen die SV Elversberg. An diesem Sonntag empfängt der 1. FC Saarbrücken den FC Homburg zum nächsten Derby (14 Uhr in Völklingen). Christoph Fuhr ist bei allen Spielen dabei. Der 28-Jährige ist der Athletiktrainer des 1. FC Saarbrücken. „Gegen Köln, das war schon geil. Diese Emotionen kann man eigentlich gar nicht beschreiben. In Elversberg waren wir einfach nicht gut drauf. Auf das Spiel am Sonntag freuen wir uns alle“, sagt der Bischmisheimer, für den das aber noch längst nicht alle Topspiele waren.

Der Mittelfeldspieler kickt für seinen Heimatverein FV Bischmisheim in der Saarlandliga und hat früher für den 1. FC Saarbrücken in der Oberliga und für den SV Saar 05 sogar in der Regionalliga gespielt. Mit dem FV Bischmisheim spielte er vor zwei Wochen gegen die SV Elversberg im Saarlandpokal und verlor 0:4. „Wir waren klarer Außenseiter, haben uns aber gut gewehrt“, blickt der 28-Jährige zurück.

Am Freitag traf Christoph Fuhr mit seinem FVB in der Saarlandliga auf seine ehemaligen Kollegen vom SV Auersmacher (Ergebnis lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor). Fuhr spielte zwei Jahre lang für Auersmacher, konnte am Freitag mit seinen alten Kameraden aber nicht groß feiern. „Am Samstagmorgen steht schon wieder das nächste Training mit dem FCS an. Da bleibt keine Zeit“, sagt er.

Der studierte Sportwissenschaftler hat vermutlich mehr Fußball um die Ohren als jeder Profi-Fußballspieler. Im Oktober eröffnete er mit seinem Freund Anto Maric in Schafbrücke eine Praxis für Physiotherapie, Rehabilitation und Performance Training. Dort beginnt sein Arbeitstag jeden Morgen um sieben Uhr. Am Vormittag geht es zum Training des FCS und danach bis abends wieder in die Praxis. Anschließend steht noch sein persönliches Training mit dem FV Bischmisheim auf dem Programm.

„In den vergangenen Wochen ging alles Schlag auf Schlag. Da blieb für Emotionen und viel Freude keine Zeit. Es steht jeden Tag etwas Neues an“, sagt Christoph Fuhr, der auf dem Weg nach Pforzheim nur Zeit für ein Telefon-Interview hatte. Dorthin begleitete er einen Sportler zur Untersuchung.

„Ich hatte als Spieler selber sehr viele und schwierige Verletzungen. Ich wusste oft nicht so genau, wie ich richtig damit umgehen sollte und was die beste Behandlung ist. Das war für mich die Motivation, das alles zu lernen, um nun Leidensgenossen helfen zu können“, erklärt der 28-Jährige, der ganz nebenbei auch noch seine Masterarbeit an der Universität des Saarlandes schreibt. Das Thema: Kopfverletzungen beim Fußball.

„Mein Terminplan ist voll, und daran wird sich auch nichts ändern. Organisation ist alles. Man muss schon alles genau planen, wenn man überall Topleistung bringen möchte“, sagt der Bischmisheimer. Wenn alles nach Plan läuft, hat er zwischen Weihnachten und Silvester ein paar Tage frei. Bereits am 3. Januar startet der 1. FC Saarbrücken wieder mit dem Training. „Trotz den freien Tagen ist man in Gedanken immer beim Sport und überlegt sich, was man in seiner Arbeit noch verbessern kann. Das weiß ich jetzt schon“, sagt Fuhr und schmunzelt.

Großen Rückhalt gibt es von seiner Familie und seiner Verlobten, die ihn in allem unterstützen. Das Wichtigste ist das Erreichen der Ziele. Die Sportler sollen gesund bleiben und die bestmögliche Fitness erreichen.

„Mit dem 1. FC Saarbrücken in die 3. Fußball-Liga aufzusteigen wäre ein Traum. Ich war den FCS schon als kleines Kind im Ludwigspark gucken. Der Verein ist in meinem Herzen. Mit dem FV Bischmisheim sind wir zwar Letzter in der Tabelle, aber was mein Heimatverein aus seinen Mitteln macht, ist super. Wir versuchen, die Liga zu halten“, sagt der Fußball-Enthusiast.

Christoph Fuhr behält seine Kicker stets genau im Auge. Foto: Heiko Lehmann

Unabhängig vom Erreichen der Ziele geht das Mammut-Programm des Bischmisheimers Tag für Tag weiter – ganz im Sinne des Fußballs und der Gesundheit der Sportler.

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