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Burbacher Rosenmontagszug in Saarbrücken

Kostenpflichtiger Inhalt: Saarbrücken : Der Burbacher Himmel verwöhnte die Narren

Tausende säumten den Weg des Burbacher Rosenmontagszuges. Er bot fantastische Kostüme, fröhliche Musik und Partystimmung pur.

Fröhliche Narren und fesche Gardemädchen sind selbst im Himmel beliebt – Beweis: kein Regen, kein Sturm, kein Frost schmälerte gestern die Party-Stimmung der Zuschauer und Teilnehmer am großen Burbacher Rosenmontagszug. Alle blieben trocken, jedenfalls von außen. Und wer tanzte, der tat das aus Spaß an der Freud und nicht um sich aufzuwärmen.

Der Umzug startete pünktlich um 13.11 Uhr am Luisenthaler Dammtor – und ließ sich unterwegs genügend Zeit, um sich selbst ausgiebig zu feiern. Tausende Zuschauer säumten den Weg des Zuges schon in Rockershausen und am Matzenberg.

Armin Dissieux von den „Mir sin do“ moderierte die Veranstaltung von der Ehrentribüne aus und begrüßte an der Spitze des Zuges besonders die Grüne Nelke aus Dudweiler. „Die Nelkenfunken feiern närrisches Jubiläum mit 4-mal 11 Jahren und sind treue Stammgäste unseres Umzuges. Seit ihrer Gründung sind sie in Burbach dabei“, rief Dissieux, der ihnen hoch anrechnet, dass sie bei Wind und Wetter nie eine Teilnahme verpasst hätten.

Dissieux lobte auch den Musikzug Gersweiler, einen weiteren Stammgast im Umzug, und freute sich über die traditionell rege Teilnahme französischer Gruppen. Die Grenouilles aus Saaralbe mit Paul Marchal kamen mit einem Prinzenpaar auf einem Oldtimer, die Narren aus Herbitzheim mit einer riesigen Lokomotive. Eine Gruppe aus Saargemünd war als Clowns maskiert. Gewürdigt wurden auch drei Narrenschildträger im Umzug, Thorsten Conrad von den Bübinger Holzäppeln, Michael Jung von der KG Pfaffenkopf und Stefan Theissen von den Rußhütter Eulen.

Erfreut waren die Burbacher über ganz neue Teilnehmer, die sich erstmals unter die 74 Gruppen und Wagen eingereiht hatten. Große Festwagen und der Aufmarsch der Garden prägten das Bild des Umzugs. Die Auersmacher „Kowe“ gaben dem Wort „Narrenschiff“ eine neue Bedeutung, sie hatten ihren Wagen als Piratenschiff gestaltet.

Aus Altenkessel kamen die „Schellebutzer“, eine private Gruppe, die ebenfalls seit Jahren in Burbach mitmacht. Sie hatte sich diesmal „Tag der Toten“ als Motto gewählt. Die Frauen trafen sich schon früh um 8 Uhr, um sich zu schminken. „Wenn es geregnet hätte, hätten wir mit verlaufenem Make-up wie richtige Tote ausgesehen, aber wir hätten es durchgezogen“, verriet Cordula Hübner.

Hier geht es zur Bilderstrecke: So war der Rosenmontagsumzug in Burbach (1/3)