Bundespolizei überreicht dem Saarbrücker Kältesbusteam 150 Thermodecken

Gute Tat in Saarbrücken : Polizei-Spende für den Kältebus

Obdachlose sollen in Saarbrücken nicht erfrieren. Deswegen gibt es den Kältebus. Die Bundespolizei unterstützt die Ehrenamtlichen, die dort helfen.

(bub) Insgesamt 150 Thermodecken hat die Bundespolizei jetzt an die Ehrenamtlichen übergeben, die sich im Saarbrücker Kältebus für arme Menschen einsetzen. Die Polizei nutzte diese Decken bisher für Gefangene. Nun sind sie durch ein neues Modell ersetzt. Die ausrangierten, aber noch neuwertigen und verpackten Decken sollten eigentlich in den Müll. Aber die Polizisten entschieden, sie zu spenden. Sie dürften einen Winter lang armen Menschen Wärme geben, die kein Dach über dem Kopf haben. „Wenn wir mit den 150 Decken auch nur ein Leben retten können, hat es sich bereits gelohnt“, sagt Dieter Schwan (62), der Sprecher der Bundespolizei im Saarland.

Linus Blacha, der stellvertretende Vorsitzende des Kältebus-Teams, freut sich sehr über die Spende: „In Saarbrücken haben wir zwischen 25 und 50 Obdachlose. Nicht nur sie kommen zu uns, sondern auch Menschen, die so arm sind, dass sie kurz vor der Obdachlosigkeit stehen.“ Der Kältebus steht am Römerkastell ab dem 9. Dezember bis Mitte/Ende März.

Obdachlose können im beheizten Bus übernachten, bekommen eine warme Mahlzeit und Getränke. Die Helfer verteilen über Nacht 80 bis 100 Essen. Geöffnet ist der Bus von 21 Uhr bis 6 Uhr. Pro Nacht werden sechs bis sieben Helfer benötigt. Sie arbeiten in drei Schichten. „Wir freuen uns über jede Hilfe, ob über Essen oder die Bereitschaft, eine Schicht zu übernehmen. Finden kann man uns über unsere Facebookseite. Weitere Fragen beantworten wir am 25. November im Waldhaus in Saarbrücken“, so Blacha. „Auf unserer Dienststelle steht auch die Nummer des Kältebusses, sodass bedürftige Menschen weitergeleitet werden können. Oft finden wir Obdachlose schlafend in Vorräumen von Banken oder Bahnhofshallen, wir verweisen dann an den Kältebus und haben auch schon einige hingefahren“, erzählte Karsten Eberhardt von der Bundespolizei.

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