Kommentar Bürger zahlen gern für attraktive Bäder

Die Saarbrücker lieben ihre Bäder. Deshalb werden sie die jetzt angekündigte Preiserhöhung wohl schlucken. 40 Cent mehr für eine Erwachsenenkarte sind zu verkraften, denn die Preise steigen ja nicht jedes Jahr. Und wer jeden Cent umdrehen muss, für den gibt es ja noch einen Rabatt dank der Sozialcard. Ganz wichtig: Die Preise für Kinder und Jugendliche werden nicht angehoben.

Zwar müssen auch die  Schwimmvereine 2018 tiefer in die Tasche greifen. Doch das werden sie akzeptieren. Die Vereine brauchen die Bäder als Trainingsstätte. Und sie waren es ja, die vor einigen Jahren erfolgreich gegen die Schließung von Bädern protestierten. Dass die Stadtwerke rechtzeitig das Gespräch mit den Vereinen suchen und um Verständnis werben, statt sie einfach zu überrumpeln, ist die richtige Strategie.

Natürlich ist jede Gebühren­erhöhung für die Vereine ärgerlich, weil sie diese wohl mit höheren Mitgliedsbeiträgen finanzieren müssen. Trotzdem scheint der große Aufstand auszubleiben.

Für den Stadtwerke-Konzern ist die Preissteigerung unumgänglich, wenn er keine Mitarbeiter entlassen, aber die Verluste bei den Bädern in Grenzen halten will. Die sind mit fast drei Millionen Euro nicht von Pappe. Wenn gleichzeitig die Stadtwerke weiter investieren und das Angebot ausbauen, wird keiner über höhere Preise in den Bädern maulen.

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