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Brücken-Teilsperrung auf der A 620 in Saarbrücken bei Güdingen

Bauarbeiten : Brücken-Teilsperrung auf der A 620

(red) Fahrbahnschäden an diesen Tagen mit Rekord-Temperaturen: Da liegt die Vermutung nahe, dass die Hitze dem Asphalt zugesetzt hat. Aber zumindest die halbseitige Sperrung der A 620 bei Güdingen in Richtung Saarbrücken am Mittwoch, 24. Juli,  hatte damit nichts zu tun.

Wie der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) mitteilte, sperrte er diesen etwa 200 Meter langen Autobahnabschnitt, um plötzlich aufgetretene Blasen im Asphalt der Saar-Brücke zu beseitigen. Diese im fließenden Verkehr kaum erkennbaren Unebenheiten hätten vor allem für Motorradfahrer gefährlich werden können.

Nach erster Prüfung der Schäden gehen die Experten des Landesbetriebes davon aus, dass verdunstende Nässe die Blasen auf der Fahrbahn verursacht hatte. Die Feuchtigkeit hatte sich offenbar über längere Zeit zwischen der Abdichtung der Saarbrücke und dem Asphalt gebildet.

Dem LfS zufolge ist das ein typischer Brückenschaden, der insbesondere bei älteren Bauwerken auftreten kann. Und zwar dort, wo die Abdichtung zwischen dem Unterbauwerk und dem Fahrbahnbelag schadhaft ist. Dort kann Wasser eindringen, sich unentdeckt unter dem etwa zwölf Zentimeter starken Asphalt sammeln und bei Wärme verdunsten. Die daraus resultierenden blasenförmigen Schadstellen treten dann unvermittelt auf. Und sie sind selbst bei regelmäßigen Brückenprüfungen nicht vorhersehbar, wie die Straßenbauer betonen.

Um die Blasen zu beseitigen, erneuern Straßenbauer die Überholspur der Saarbrücke komplett. Der Auftrag sei vergeben, und die Firma wolle die Spur unverzüglich instandsetzen. Zum Austausch von etwa 1500 Quadratmetern Asphalt sind viele Baugeräte und Sattelzüge für den Transport nötig.

Zudem muss eine Mischanlage den neuen Asphalt so herstellen, dass er zur richtigen Zeit verfügbar ist. Dafür schaffe das Unternehmen zurzeit die Voraussetzungen. Der Landesbetrieb sagt, er werde genauere Informationen nachreichen, sobald Termine und Ablauf der Bauarbeiten absehbar sind.

Bis zum Baubeginn müsse aber die halbseitige Sperrung zum Schutz aller Verkehrsteilnehmer bestehen bleiben.