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Borreliose-Fälle im Saarland steigen Ende Juni stark an

Starker Anstieg Ende Juni : Infektionen durch Zeckenbiss: Mehr Borreliose-Fälle im Saarland

In den vergangenen beiden Juni-Wochen sind im Saarland die meisten Borreliose-Infektionen des Jahres registriert worden. Sie lagen erstmals in diesem Jahr im zweistelligen Bereich, mit 14 und 16 Infektionen pro Woche.

Das Saarland startet in die Sommerferien und aufgrund der Corona-Pandemie verbringen viele Saarländer ihren Urlaub im eigenen Land. Doch mit den warmen Temperaturen steigt auch die Aktivität der Zecken – und damit die Gefahr an Borreliose zu erkranken. Im Saarland ist die Zahl der nach einem Zeckenbiss an Borreliose erkrankten Menschen Ende Juni deutlich angestiegen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) teilte der SZ mit, dass in den vergangenen beiden Wochen im Saarland die meisten Borreliose-Infektionen des Jahres registriert worden sind. Sie lagen erstmals in diesem Jahr im zweistelligen Bereich, mit 14 und 16 Infektionen pro Woche.

Insgesamt gab es im Jahr 2020 laut RKI bislang 110 Fälle der durch Zecken übertragenen Krankheit im Saarland. Im Vergleich dazu waren es im Jahr 2019 insgesamt 288 Fälle, im Jahr 2018 wurden 375 Fälle gemeldet.

Da Zecken mehrere Infektionskrankheiten übertragen können, ist ein Schutz beim Aufenthalt in der Natur empfehlenswert. Übertragen werden kann von Zecken auch die Viruserkrankung FSME, im Saarland gilt der Saar-Pfalz-Kreis als FSME-Risikogebiet.

Auch in Rheinland-Pfalz ist die Zahl der nach einem Zeckenbiss an Borreliose erkrankten Menschen gestiegen. In diesem Jahr habe es bisher 377 Fälle gegeben, teilte das Landesuntersuchungsamt in Koblenz mit. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es nur 316; im Gesamtjahr 2019 wurden insgesamt 1185 Fälle gezählt. Borreliose ist eine Bakterienkrankheit, die Rötungen und grippeähnliche Symptome verursachen, aber auch Herz oder Hirn schädigen kann.