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Feuerwehr-Einsätze zum Jahreswechsel
Böller, Brände und Verletzte

Saarbrücken. Die Feuerwehr blickt auf einen anstrengenden Jahreswechsel zurück. Eine Rakete hat am Neujahrstag gegen 0.30 Uhr einen Wohnungsbrand in der Saarbrücker Innenstadt ausgelöst. Die Raktete war durch ein offenes Fenster in ein Mehrfamilienhaus geflogen und setzte dort umgehend Gardinen und einen Kleiderständer in Brand. red

Der Wohnungsinhaber und seine Gäste versuchten vergeblich, den Brand zu bekämpfen. Als die Feuerwehr kam, brannte die gesamte Wohnung im ersten Stock. Der Besitzer, die Gäste sowie die übrigen Bewohner des Anwesens hatten sich in Sicherheit gebracht. Die Feuerwehr evakuierte vorsorglich angrenzende Häuser.


Das Brandhaus ist zum Teil einsturzgefährdet. Drei Bewohner kamen mit leichten Rauchvergiftungen vorübergehend ins Krankenhaus. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung.

Überhaupt hatten die Feuerwehr Saarbrücken sowie der Rettungsdienst eine unruhige Silvesternacht. Bereits acht Minuten nach dem Jahreswechsel kam die erste Alarmmeldung in die Leitstelle: Zimmerbrand in der Innenstadt. Berufsfeuerwehr und freiwillige Feuer rückten aus. Als sie ankamen, schlugen bereits Flammen aus den Fenstern im ersten Geschoss und waren kurz davor, auf das darüber liegende Geschoss überzugreifen.



Mehrere Feuerwehrleute durchsuchten unter Atemschutzgeräten das fünfgeschossige Haus nach Bewohnern, während gleichzeitig die Löscharbeiten liefen. Die Doppelstrategie war erfolgreich. Zum einen fanden die Retter niemanden mehr im Gebäude, zum anderen war der Brand rasch gelöscht. Der Rettungsdienst betreute sieben Personen am Einsatzort.

Gleichzeitig musste die Feuerwehr zu einer weiteren Einsatzstelle ausrücken, weil angeblich Menschen aus einem brennenden Gebäude zu retten waren. Entsprechend groß war das Aufgebot, das zum angeblichen Unglücksort ausrückte. Die Helfer mussten verärgert feststellen, dass jemand offenbar absichtlich falschen Alarm ausgelöst hatte.

Schon auf der Rückfahrt waren weitere, diesmal echte Einsätze abzuarbeiten. Die Feuerwehrleute löschten in Flammen stehende Mülleimer und brennenden Unrat.

Insgesamt waren die Feuerwehrleute in den ersten beiden Stunden des Jahres zehnmal im Einsatz. Beide Wachen der Berufsfeuerwehr mussten ausrücken und bekamen Verstärkung aus sechs Löschbezirken der Freiwilligen Feuerwehr Saarbrücken. Die Leitstelle war mit mehr Leuten besetzt als sonst, um die Einsätze zu koordinieren.

Der Rettungsdienst der Berufsfeuerwehr besetzte in beiden Feuer- und Rettungswachen drei Rettungswagen sowie ein Notarzteinsatzfahrzeug. Diese hatten 24 Einsätze nach dem Jahreswechsel bis zum Dienstende um 7.15 Uhr.